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Die magische Insel der Schiffsbauer
Der Ort Komi?a auf der Insel Vis wird im 12. Jahrhundert erstmals in historischen Dokumenten erwähnt und er ist laut späterer Niederschriften aus dem 16. Jahrhundert die führende Fischersiedlung in ganz Dalmatien. Die Fischer von Vis waren auf ihrer Suche nach größerem und besserem Fang schon immer mehr am offenen Meer und den äußeren Inseln Palagru?a und Svetac interessiert, so dass die Schiffsbaumeister versuchten einen Kutter zu bauen, der den Anforderungen einer solchen Schiffsfahrt entsprechen könnte. So entstand ein autochtones kroatisches Schiff - die Falkuša von Komi?a - mit ausgezeichneten Fahr- und Segeleigenschaften.
Die Falkuša ist ein besonderer Fischkutter mit Segeln und fünf Rudern zum Fahren bei Windstille. Sie ist neun Meter lang, 2,90 Meter breit und ihr Mast ist genauso lang wie das Schiff selbst, also neun Meter. Sie unterschied sich von anderen Schiffen nicht nur durch ihre Maße, sondern auch durch das verwendete
Baumaterial: Die Falkuša wurde ausschließlich aus Kiefernholz von der Insel Svetac gebaut und bedenkt man wie karg der Boden auf dieser eruptiven Insel ist und wie stark sie von Wind und Wetter gebeutelt wird, ist klar, dass eine Kiefer, die unter diesen Bedingungen überlebt, Holz gibt, das auch die gefährlichsten Situationen überstehen kann. Für den Kiel brauchte man Eichenholz und für die Verkleidung Lärchenholz. Die Falkuša hatte auch ihre besondere Ausrüstung ohne die man nie auslief: Auf Deck befanden sich Holzfässer für das Einlegen der Fische in Salz, Wasser- und Weinbehälter sowie geflochtene Körbe für den gefangenen Fisch. Die Fischer benutzten während des Fanges Netz, Kompass und Laterne. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts waren die Schiffe noch aktiv im Einsatz und 1998 nahm die UNESCO die Falkuša von Komi?a in ihr Programm als Weltkulturerbe auf.
quelle: www.adriatica.net
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