Walfang: Japan gegen die UN

Liebe Skipper,

diesen Aufruf von Greenpeace haben wir heute erhalten. Da uns sowohl, als Redaktion AdriaNews, als auch jedem in unserer Redaktion, sehr viel am Erhalt der Artenvielfalt in unseren Meeren liegt, publizieren wir den Aufruf von Greenpeace hier im Wortlaut.

 

  Liebe Umweltschützer,

 am 15. Februar 2010 beginnt der politisch motivierte Prozess gegen meine beiden japanischen Walschutz-Kollegen Junichi Sato und WalfangToru Suzuki. Mittlerweile haben auch die Vereinten Nationen Stellung bezogen. Das gibt uns Hoffnung, aber das reicht noch nicht. Um den Beiden ein faires Verfahren zu ermöglichen, brauchen wir dringend und wieder Ihre Hilfe! Lesen Sie weiter und beteiligen Sie sich an der Online-Petition!

Im vorletzten Sommer begann der Leidensweg der beiden Greenpeace-Aktivisten. Ihnen war es gelungen, den größten Skandal der japanischen Walfang-Geschichte aufzudecken: Sie konnten beweisen, dass die Besatzung der japanischen Fangflotte seit Jahren Walfleisch beim Schlachten der Tiere zur Seite schafft. Das abgezweigte Fleisch wird an Land geschmuggelt und dort mit hohen Gewinnen verkauft. Im Mai 2008 legte Greenpeace Japan der dortigen Staatsanwaltschaft die entsprechende Beweise vor: Zeugenaussagen, Video-Mitschnitte von Gesprächen und über 23 Kilogramm des geschmuggelten Walfleisches.    

Doch statt nun den Walfängern den Prozess zu machen, ließ die japanische Staatsanwaltschaft Junichi und Toru verhaften. Das Büro von Greenpeace Japan wurde durchsucht, Computer beschlagnahmt und die beiden Walschützer wurden ohne Anklage für 23 Tage ins Gefängnis gesteckt. Stundenlange Verhöre - an einen Stuhl gefesselt und ohne anwaltlichen Beistand - waren ihr tägliches Schicksal.

Der Vorwurf der Anklage lautet: Diebstahl und Hausfriedensbruch. Die Begründung: Um das Walfleisch sicherzustellen, mussten Junichi und Toru in das Depot einer Paketfirma einsteigen.

Das in Kartons verpackte Walfleisch übergaben die Beiden jedoch direkt am darauffolgenden Tag der japanischen Staatsanwaltschaft. Der Vorwurf des Diebstahls ist vollkommen absurd. Kein deutsches Gericht würde vor so einem Hintergrund Anklage erheben. In Japan drohen den beiden Aktivisten jedoch bis zu zehn Jahre Haft.

Amnesty International nahm das Schicksal meiner Kollegen zum Anlass, eine Beschwerde vor dem UN-Komitee für Menschenrechte einzulegen. Die Vereinten Nationen haben sich des Falls angenommen und geantwortet. Ihr Urteil ist eindeutig. Die Festnahme sowie die generelle Behandlung der Walschützer ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte und gegen den Internationalen Pakt für politische Rechte!

Das japanische Gericht kann und darf die Stellungnahme der Vereinten Nationen nicht einfach ignorieren. Um das sicher zu stellen und für die Haftverschonung meiner beiden Kollegen bitte ich Sie: Beteiligen Sie sich an unserem Aktions-Aufruf.

Vielen Dank für Ihre Hilfe. Wir halten sie auf dem Laufenden.

Herzliche Grüße

 

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Thilo Maack

Meeresbiologe

Hier können Sie den Schutz der Wale aktiv unterstützen

 



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