Werftreport: Sportliche Eleganz - Pershing

pershing_3.jpgEiner der Weltmarktführer in Sachen luxuriösen Motoryachtbaues ist zweifellos die italienische Ferretti-Gruppe. Unter diesem Dach zusammengefasst sind außer dem Namensgeber Ferretti insgesamt 16 Werften in Italien und eine in den USA. Darunter so klingende Marken wie Riva, Mochi Chraft, Bertram, Apreamare und natürlich Pershing. Begonnen hat die Geschichte von Pershing mit einer Idee: 1981 taten sich Tilli Antonelli, ein Mann, der sich niemals auf dem Erreichten ausruht, der riesigen Spaß am Neuen, am Experimentieren hat, ständig auf der Suche nach dem Besonderen ist, er und seine gleich gesinnten Freunde Fausto Filippetti und Giuliano Onori, als Geschäftspartner zusammen und bauten ihr erstes Schiff.

Vier Jahre später, nach einemTreffen mit dem Yachtdesigner Fulvio de Simoni, wurde die Pershing-Idee geboren.  Antonelli war sich aber durchaus dessen bewusst, das der einzige Weg, international ins Geschäft zu kommen der ist, mit anderen Großen der Yachtbranche zusammen zu arbeiten. Alleingänge führen in der "Oberliga des Yachtbaues" nur zu ungesunder Konkurrenz. Diese Erkenntnis war schließlich auch der Grund, weshalb sich Pershing mit der Ferretti-Gruppe zusammenschloss. Es sollte ein weitsichtiger, nicht nur imagemäßig gewinnbringender Schritt in die Zukunft sein, den der Pershing-Boss bis heute nicht zu bereuen musste. Unter diesem starken Partner wuchs die Werft, die Modellpalette konnte erweitert werden. Senkrecht in den Himmel Die Entwicklungskurve von Pershing stieg ebenso enthusiastisch an, wie sie seinerzeit in den Gründerjahren begann. Heute stehen pershing_2.jpgüber 230 begeisterte Mitarbeiter bei Pershing in Lohn und Brot (über 2.800 in der gesamten Ferretti-Gruppe) und weit mehr als 600 Pershings kreuzen auf den Meeren der Welt (Stand Mitte des Jahres 2007). Ein Hightech-Unternehmen vom Feinsten. Dies wird unter anderem auch eindrucksvoll durch die äußere Optik des Werftkomplexes demonstriert. Dicht an dicht stehen die Pershings in der Montagehalle Grundsatztreue Und Tilli Antonelli, der nach wie vor heute noch dem Unternehmen vorsteht, blieb und bleibt seinem Grundsatz treu: "Innovation, Komfort, Leistung, Design und Klasse, nur damit können wir die Bedürfnisse unserer Kunden zufrieden stellen". Die Werft Wer in Mondolfo nach der "J. J. Pershing Road" sucht, benannt nach einem berühmten amerikanischen General des ersten Weltkrieges, der wird schnell fündig werden. Das riesige, futuristisch anmutende Gelände, die moderne Glaskonstruktion des Verwaltungstraktes, zusammengehalten von Stahlseilen, optisch zusätzlich aufgepeppt von einem überdimensionalem Wandpainting in Form einer Pershing Yacht, ist ein abwechslungsreicher Farbtupfer im sonst ländlichen Hinterland des Küstenstreifens. Kapazitäten ohne Ende Zwölf Millionen Euro wurden hier auf rund 53.000 Quadratmetern verbaut und die Kapazität hat längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Das gilt sowohl für die Administration als auch die Produktion. Über vier Stockwerke, auf ca. 2.000 Quadratmeter, verteilen sich Verwaltung und Entwicklungsabteilung. Die Fertigung der Dickschiffe von 15 bis 35 Meter Länge vollzieht sich in einer Hallenfläche von ca. 6.500 Quadratmetern, den "kleineren" Modellen, 12 bis 15 Meter lang, stehen rund 6.800 Quadratmeter Produktionsraum zur Verfügung. Hinzu kommt die Lagerbevorratung, das Testbecken und eine Lackierhalle der besonderen Art.  Farbe von edelster Sorte Sie soll nach Aussagen der Werft eine der größten Lakkierhallen Europas sein, errichtet auf einem 500 Quadratmeter großen Areal, voll gestopft mit Hightech, perfekt abgestimmt auf den hohen Produktionsanspruch. Außergewöhnliche Wünsche Dadurch hat sich Pershing in die Lage versetzt, die außergewöhnlichsten Wünsche pershing_1.jpgseiner Kunden in optische Realität umzusetzen, jedem Schiff die persönliche Note des Eigners zu verleihen, so dieser das wünscht. Durch ausgeklügelte Lufterwärmung und Steuerung, kann das System eine konstante Temperatur von bis zu 65°C halten. Dadurch werden die Lackschichten, ähnlich wie in der Autoindustrie, besonders hart auf den Untergrund gebrannt, sind extrem resistent gegen verkratzen und sonstige äußere Einflüsse. High-Tech-Produktion Zwei Ventilatoren setzen 35.000 Kubikmeter feinst gefilterte, geheizte Luft pro Stunde um, die einen Brennwert von ca. 260.000 Kilokalorien gleichkommen. Dieses Volumen sammelt sich in der achteinhalb Meter hohen Halle und wird durch ausgeklügelte Strömungstechniken gleichmäßig verteilt. 16 Ablüfter sorgen dafür, dass die Luft permanent zirkuliert und abgesaugt wird. Gefiltert verlässt sie nach und nach die Lackierhalle, wird wieder der Umwelt zugeführt. Dabei ist sichergestellt, dass sie so gut wie völlig partikelfrei, fast klinisch rein gesäubert wurde. Auf diese zukunftsweisende Technologie im Sinne des Umweltschutzes ist Pershing besonders stolz. Mit derzeit neun Modellen liegt Pershing gut im Rennen, deckt ein breites Spektrum von knapp zwölf bis 35 m Länge ab. Die Rümpfe werden komplett nach Computerprogrammen entwickelt, selbst erste Testlaufsimulationen finden trocken per Rechner statt. Auch dass man bei Pershing keine konventionellen Laminierstraßen zu Gesicht bekommt, auf denen Rümpfe gefertigt werden, das liegt einfach daran, dass das Mutterhaus Ferretti für fast die gesamte Gruppe diese Arbeit erledigt.

 

Luigi Castello für Adria-News



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