Kroatien auf Kurs in die Zukunft - ein Ausblick

croatia_pakleni_marina.jpgUPDATE: Kroatien rüstet sich für anhaltendes Wachstum. Entlang der 400 Seemeilen langen Küste entstehen moderne Marinas, andere wandeln sich und bauen aus. Ein Zustandsbericht und Ausblick für die kommende Saison 2009.

Die kroatische Adria - Meer der 1.000 Inseln und ein Meer der Möglichkeiten. Gegliedert in überschaubare Wasserflächen, auf denen selbst ungeübte Wassersportler ihren Spaß haben. Dahinter ferne Inseln, Vis, Lastovo oder als ultimative Herausforderung Palagruza und Susac, felsige Eilande hinter den Horizont entrückt. Alte Städte, die noch immer an die Jahrhunderte venezianischer adriaticpic1.jpgHerrschaft erinnern oder Relikte Roms bewahren. Versteckte Buchten, über denen nur das Geschrei der Zikaden liegt. Kleine Gaststätten am Meer, die den Gästen eine Muringleine und manchmal sogar ein Stromkabel anbieten. Marinas, deren Standard immer besser wird.

 

 

Wachstumsprognosen

Diese unerreichte Vielfalt an Land wie auf dem Wasser lockt vermehrt Yachten an die kroatische Seite der Adria. Österreicher, Italiener, Deutsche und natürlich die Kroaten selbst. Und immer mehr Crews aus den Staaten Osteuropas, Ungarn, Tschechen und Slowaken. Nach Jahren starken Wachstums meldeten die Sportboothäfen zuletzt plus acht Prozent bei den Übernachtungen und vier bei den Jahresverträgen, die Einnahmen stiegen gar um 18 Prozent. Und so soll es in den kommenden Jahren munter weitergehen. - Ein Zustrom, der die Preise steigen ließ und lässt. Der Befürchtungen nährt, der Ausverkauf der Adria stehe kurz bevor und die Freiheit für Yachtreisende sei schon ausgemachte Sache...

Touristische Ressourcen

Die vielen neuen Marina-Planungen rufen auch Mahner auf den Plan, wie Mirko Jezina, Direktor der Marina Jezera und Bezirksdirektor für Mitteldalmatien. "Wir dürfen unsere schöne Küste nicht mit großen Marinas zubauen, wir brauchen vor allem kleine Anlegestellen für die Hochsaison, Sommerhäfen auf den Inseln", sagt einer der wichtigsten Köpfe der noch immer staatlichen Marina-Kette Adriatic Croatia International Club, besser bekannt unter dem Kürzel ACI.croatia-zadar-marina.jpg Jezina ist ein Stellvertreter des angesehenen, weil integren ACI-Chefs Niksa Marusic, und ist auch dort zugegen, wo der neue Superminister Kroatiens redet, Bozidar Kalmeta, Herr über die Ressorts Seewesen, Tourismus, Verkehr und Entwicklung. Nicht auszuschließen, dass Jezinas Vorstellung nicht nur auf Überzeugung, sondern auch auf der Befürchtung beruht, ungebremstes Wachstum könnte etablierten Marina-Betreibern das Wasser abgraben. Die gestiegenen Preise wieder unter Druck bringen und zum Beispiel den Konsolidierungskurs der 21 ACI-Marinas gefährden. Deren Privatisierung wohl erst dann wieder ein Thema wird, wenn man sie nicht mehr für eine symbolische Summe veräußern muss, sondern wenn der Verkauf der Kette ein stattliches Paket Kunanoten ins Staatssäckel spülen kann. Bis dahin werden Schwimmstege ausgetauscht wie in Piskera und Zut, Sanitäranlagen auf modernen Standard gebracht, wie zuletzt in Vodice. Einiges wurde schon angepackt, vieles ist noch Zukunftsmusik, zum Beispiel der Ausbau von Skradin.

 

 

 

Ausbau und Modernisierung

Nach Jahren eher verhaltenen Fortschritts gerät nun mehr und mehr Bewegung in die Hmarina_kremik1.jpgafenlandschaft Kroatiens. Allerorten wird gemauert und gespachtelt, verputzt und Farbe aufgebracht: Die Marina Cervar-Porat, deren umliegende Feriensiedlung lange Jahre Flüchtlinge aus dem Kosovo aufnahm, unterzieht sich einer Schönheitskur an Stegen und Sanitäranlagen. Die große Marina Punat auf Krk vergrößerte die Servicefläche für Yachten, gab sich einen neuen Eingang und richtete 150 neue Plätze ein. Marina Kremik, gleich neben dem schmucken Küstenstädtchen Primosten, setzt den Ausbau durch neue Schwimmstege landseitig gezielt fort, spendiert ihren Gästen zur Hochsaison komplett renovierte Anlagen an Land: Duschen und WCs, Supermarkt und Rezeption und einen neuen Travellift.

 



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