Triest - Ein Hauch von K.und K.

miramare2.jpgWer  auf der Küstenstraße nach Triest fährt, ist beeindruckt von Karst und Meer: Steil fallen die Felsen hinab ins Wasser, weißer Kalkstein trifft auf das Blau der Adria. In solch dramatisch schöner Landschaft dürfen Schlösser natürlich nicht fehlen.

Zuerst kommt die Thurn-und-Taxis-Residenz Schloss Duino, die Rainer Maria Rilke zu seinen "Duineser Elegien" trieste.jpginspirierte. Und auf einem Felsvorsprung thront Miramare, ein weißes Märchenschloss. Der Habsburger Erzherzog Maximilian von Österreich ließ es erbauen, doch er hatte wenig Freude daran. Ihm wurde von Frankreich die Kaiserkrone von Mexico angetragen, die er auch angenommen hat. Jahre später wurde er nach dem verlorenen Krieg gegen die Rebellen von Benito Juarez standrechtlich erschossen.

Der bedeutenste Hafen der Adria

Früher lag Österreich am Meer, mit Triest besaß die k. u. k. triest.jpgMonarchie den bedeutendsten Hafen der Adria. Bis 1918 als sich das Geschick Triests tragisch gewandelt hat. Doch wer Triest heute anschaut, könnte meinen, die Österreichische Monarchie hätte immer noch Bestand. Auf der Piazza Unità d'Italia an der Seepromenade findet man die ganze steinerne Pracht und Herrlichkeit versammelt. Mächtige klassizistische Bauten wie das Rathaus. Die offene Seite zum Meer zaubert Urlaubsstimmung auf die Piazza. An manchen Tagen aber fegt der Wind heftig über den Platz. Dann flüchtet man am besten in eines der Kaffeehäuser. Schön und alt sind sie und stilecht. Etwa das "Caffè San Marco": dunkles Mobiliar, rauchgeschwärzte Wände, opulente goldene Ornamente. Oder das "Tommaseo", das älteste Kaffeehaus der Stadt. Dekoriert mit Engelchen und barbusigen Damen aus Stuck über samtroten Stuhl- und Sofapolstern. An manchen Tagen aber fegt der Wind heftig über den Platz. Dann flüchtet man am besten in eines der Kaffeehäuser. Schön und alt sind sie und stilecht.

Romantische Wege führen zum Castello 

Hinter der mondänen Piazza Unità zieht sich die Altstadt den Hang hinauf. Um die romanische Kirche San Silvestro schlängeln sich enge Gassen, gesäumt von pastellfarbenen Häusern. Oben auf der Höhe bietet das Castello di San Giusto einen schönen Blick über die Dächer der Stadt. Auch James Joyce schätzte die Aussicht, in Triest arbeitete er zu Anfang des 20. Jahrhunderts an Romanentwürfentriest_2.jpg für "Ulysses". Heute steht der Ire in Bronze gegossen am Canal Grande, unten in der Stadt. Kleine Boote schaukeln im Kanal, ein paar Cafés säumen das Ufer.

Lange Zeit schlummerte die Grenzstadt Triest im östlichsten Winkel Italiens vor sich hin. Erst der EU-Beitritt Sloweniens brachte wieder Schwung in die Stadt, die nun Bedeutung als Tor zwischen Ost und West bekam. Slowenien beginnt gleich hinter den Hügeln.Die kurvige Straße hinauf führt durch Dörfer, Wald und Weinberge, es duftet nach Rosmarin und Thymian. Auf dem kargen Boden gedeihen gute Weine, etwa der weiße Vitovska oder der Terrano, rot wie das Herz des Karsts. In Buschenschänken, die hier Osmize heißen, kann man die Weine gleich probieren. Die Karstfelsen bergen viele Höhlen. Eine liegt hinter Dario Zidarics Haus in Prepotto. Darin lässt er Käse reifen. Ziemlich weit unten, in 70 Meter Tiefe, wo sein Jamar-Käse prächtig reift. Am Ende sieht er aus wie ein Karststein, schmeckt kräftig und verkauft sich wie verrückt - bis in die Triester Restaurants. Dazu zählt auch "Harry's Grill", das Edel-Restaurant im "Grand Hotel Duchi 'Aosta". home_pic1.jpg

 Mächtige Leuchter aus Muranoglas schweben über den Gästen, schwere Vorhänge zieren die hohen Fenster. Man fühlt sich erinnert an Kaiserin Maria Theresias Zeiten. Das an der Piazza Unità gelegene Hotel ist die erste Adresse in Triest und eine der geschichtsträchtigsten. Der Archäologe Johann Winckelmann wurde 1768 an der Piazza Unità erstochen. Die Bluttat ereignete sich in der "Locanda Grande", so hieß die Herberge zu jener Zeit. Spuren davon gibt es heutzutage nicht mehr. Das neue "Hotel Duchi d'Aosta" wurde erst 1873 erbaut.  



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