Kleiner Ausflug für größte Segel-Yacht der Welt

Die größte Segel-Yacht der Welt hat einen kurzen Ausflug in den Kieler Hafen gemacht. Danach ging es für den Dreimaster «Sailing Yacht A» wieder zurück ins Dock - für den Feinschliff.

Kiel (dpa) - Das Boot ist nicht wirklich klein, aber gegen diesen Kieler Neubau wirkt es einfach winzig: Die größte Segel-Yacht der Welt hat am Freitag einen kurzen Ausflug in die Förde gemacht. Die «Sailing Yacht A» ist mit knapp 143 Meter Länge und fast 25 Metern Breite ein Segelschiff der Superlative. Als Auftraggeber des keilförmigen Dreimasters mit futuristischem Design gilt der Milliardär Andrej Melnitschenko.

Die drei silbernen Masten der «Sailing Yacht A» gehören seit Monaten zu den Wahrzeichen des Kieler Hafens. Dort bereiten Schiffbauer der Rendsburger Superyacht-Werft Nobiskrug mit ihren Kollegen der Schwesterwerft German Naval Yards den silbernen Koloss auf seine Erprobung in der Ostsee vor. Dazu gehört am Freitag auch der gut zweistündige Ausflug samt Wendemanöver. Zeigte bis Freitagmorgen noch der Bug gen Wasser, sehen Schaulustige nun das Heck des Schiffs, samt einem großen «A».

Der Flensburger Schiffbauexperte Holger Watter verfolgt die Entwicklung mit Interesse. «Ein Schiff ist ein hochkomplexes System. Es schwimmt auf dem Wasser und lebt in gewisser Weise auch auf dem Wasser», sagte der Vorstand des maritimen Clusters Norddeutschland der Deutschen Presse-Agentur. Für eine erste Probefahrt war das Segelschiff vor einem Jahr - im September 2015 - zu Wasser gelassen worden.

Damals sei es erfahrungsgemäß vor allem um die Dichtigkeit des «hoch komplexen Schiffes», gegangen, sagte Watter. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur steht der erste Stresstest auf See voraussichtlich Anfang Oktober an. Die Werft äußert sich zu möglichen Probefahrten nicht. Der russische Milliardär Melnitschenko hatte sich Ende August nach dem Baufortschritt erkundigt.

Bereits seit mehr als vier Jahren baut die Werft Nobiskrug in Kiel für ihn ein Schiff der Superlative. Laut der Zeitschrift «Boat International» soll es später einmal eine Crew aus bis zu 54 Männern und Frauen haben. Besonderheit: Eine Unterwasser-Panorama-Lounge. Entworfen von dem französischen Designer Philippe Starck, der für den Russen bereits die Motor-Yacht «A» entwarf.

Seine «Sailing Yacht A» ist deutlich größer als der mit 117 Metern Länge größte «Windjammer» der Welt, die «Sedov» aus Russland. Die Masten des Neubaus sind etwa 90 Meter hoch. Zum Vergleich: Der Großmast des Segelschulschiffs «Gorch Fock» bringt es auf rund 45 Meter.

Watter verweist auf die vollautomatischen Segel des Neubaus. «Das ist schon Spitzentechnologie.» Hinzu kommt: Meist müssten die Schiffe auf tropische Temperaturen wie auch auf kältere Umgebungen ausgelegt sein. «Im Bereich der Mega-Yachten haben die Eigner extreme Wünsche.» Das trifft auch auf die Kieler Yacht zu. Sie verfügt laut dem Magazin über Garagen für vier Beiboote und ein U-Boot.

Foto: www.pixabay.com/Unsplash



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