Experten: Kroatien rückt durch Ehereferendum in Richtung Balkan

Zagreb (dpa) - Das neue EU-Mitglied Kroatien rückt durch die Entscheidung seiner Bürger zulasten homosexueller Paare in der Verfassung Richtung Balkan. Das erklärten am Montag verschiedene Experten in Zagreb. «Kroatien bleibt mit Polen, Ungarn, Bulgarien und Rumänien auf dem östlichen Flügel der EU», sagte der Analytiker Zarko Puhovski der nationalen Agentur Hina.

 

Zuvor hatten bei einem Referendum der mächtigen Katholischen Kirche in Kroatien knapp 66 Prozent der Wähler dafür gestimmt, die christliche Ehe in die Verfassung aufzunehmen - und damit gleichgeschlechtliche Partnerschaften schlechter zu stellen. Nur rund ein Drittel der teilnehmenden Wähler sprach sich dagegen aus. «Wir werden zwischen Europa und dem Balkan stehen, aber näher am Balkan», sagte der Politologe Zoran Kurelic. Die Abstimmung zeige, «wie weit Kroatien hinter den internationalen Trends zurückfällt», stimmte die Soziologin Branka Galic zu.

 

Nach dem Erfolg der Katholischen Kirche, die das Referendum gegen die linke Regierung erzwungen hatte, zeichnet sich bereits eine neue Abstimmung gegen Minderheiten ab: Kroatische Nationalisten gaben am Montag bekannt, sie hätten für eine Abstimmung genug Unterschriften gesammelt, mit der der serbischen Minderheit praktisch der Gebrauch ihrer Sprache und ihres kyrillischen Alphabets verboten werden soll. Bisher musste in Regionen, wo Serben mehr als ein Drittel der Bevölkerung stellen, ihre Sprache als zweite Amtssprache zugelassen werden.



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