Kroatien: Hürden für Devisenbringer

 hotelinsel_katarina.jpgGeht es um österreichische Investoren, herrscht in Kroatiens Urlaubsorten nicht nur eitel Sonnenschein. Ihnen werden Berichten zufolge bei Tourismusprojekten viele Steine in den Weg gelegt. Ausländische Investoren seien bei Behörden nicht gern gesehen. Diese überlassen das Geschäft laut betroffenen Unternehmen lieber kroatischen Hoteliers

Noch vor wenigen Jahren seien österreichische Hoteliers, die ein Interesse an Kroatien signalisierten, dort mit offenen Armen empfangen worden. Doch es habe nicht lange gedauert, bis kroatische Lobbyisten es sich aus einer "nationalistisch motivierten Abwehrreaktion" heraus zum Ziel gesetzt hätten, ausländische Investoren aus dem Markt zu drängen, sagt Manfred Kohl, Chef der Tourismusberatung Kohl & Partner zum Standard . Er rät daher Unternehmen, die sich in Kroatien engagieren wollen, derzeit, "ihre Sache dreimal zu überlegen".

 

 

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Historie: Die Lagerhölle von Goli Otok

goli_otok1.jpgGleißend flimmert die Hitze über dem baumlosen Gestein. Düster thront der Wachturm mit den leeren Fensterhöhlen auf dem Gipfel von Goli Otok - der "nackten Insel". Verrostete Bettgestelle türmen sich vor den verlassenen Schlafbaracken der Gefangeneninsel. Die letzten Bewohner des unwirtlichen Internierungslagers sind Schafe, die vor der sengenden Sonne in zerfallene Werkstätten, von Unkraut überwucherte Fabrikhallen und Kerkerzellen flüchten. "Die Natur holt sich alles zurück", brummt Inselführer Ivan Peric, während er seine Schützlinge durch das verlassene Geistercamp vor der Küste der kroatischen Adria lotst.

 

 

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Wirtschaft: Kooperation zwischen Jeanneau und Volkswagen Marine

  jea.jpgNach langer Vorbereitung ist es nun soweit: Jeanneau und Volkswagen beginnen ihre umfassende Kooperation in den Bereichen Produktentwicklung und Motorenbelieferung. Als erstes Segment des Yachtprogramms der Gruppe werden die großen Segelyachten mit 5-Zylindermotoren von Volkswagen Marine ausgestattet. Zum Einsatz kommt dabei der neue TDI 140-5.

 

Spezielle Anpassung

Dieser Motortyp ist ein echter Spezialist für große Blauwasser- und Cruiseryachten, der optimal auf den Einsatz in solchen Booten abgestimmt wurde. Im Vergleich zum großen Bruder TDI 150-5 wurden Drehzahlband und Drehmomentverlauf so angepasst, dass komfortabler Motorbetrieb bei größter Laufruhe, sehr geringen Vibrationen und niedrigstem Treibstoffverbrauch möglich ist.

 

Jeanneau 57 ist erstes Serienboot mit VW-Motor

Wie schon in großen Yachten von Oyster und Swan machen Volkswagen Marinemotoren auch in der neuen Jeanneau 57, die bei Jeanneau als erstes Serienboot im Standard mit dem Motor bestückt wird, eine gute Figur. Hierbei wurde ihnen von Technik und Vertrieb der Jeanneau Gruppe nach umfangreichen Tests vor allem in punkto Laufruhe und Emissionsniveau ein lupenreines Zeugnis ausgestellt. Die Zusammenarbeit der Unternehmen soll im nächsten Schritt vor allem auf die gemeinsame Entwicklung neuer technischer Features ausgeweitet werden.

 

Quelle: jeanneau.fr, vw-marine.de

Reise: Mit Boot und Trailer sicher ans Ziel

boot-trailer.jpgViele Skipper verbringen ihre Urlaubstage am liebsten an Bord des eigenen Bootes, und so sieht man zu Beginn der Reisezeit wieder zahlreiche Trailer auf den Straßen. Doch wie verhält es dabei mit dem Versicherungsschutz? Prämienfreie Erweiterung des Geltungsbereichs Die Bavaria Yachtversicherungen bieten ihren Kunden eine Erweiterung des Geltungsbereichs für sechs Wochen im Jahr prämienfrei und ohne Verdoppelung der vertraglich vereinbarten Selbstbeteiligung an; auch die Allgefahrendeckung gilt weiterhin ohne Einschränkung. Vor Antritt der Fahrt müssen lediglich Reiseziel und -dauer angezeigt werden.

 

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Mallorca: Portixol-vom Fischerdorf zum Szenetreff

portixol7.jpgSie heißen Maria, Merry und Menut, die hölzernen Boote, die dicht an dicht im Wasser schaukeln. An manchen blättert die Farbe ab – die Mini-Kutter im Hafen von Portixol haben schon bessere Tage gesehen. Denn Portixol, nur zwei Kilometer von Palmas Zentrum entfernt, ist längst nicht mehr nur das Fischerörtchen, in dem die Männer in aller Herrgottsfrühe aufs Meer hinaus tuckern.

Heute sind vor allem andere Nachtschwärmer unterwegs: Das Viertel hat sich zu einem der angesagtesten Szenetreffs der Stadt entwickelt. Vielleicht, weil dieses Portixol irgendwie ein Mischling ist: Dörflich charmant auf der einen, und einfach schick auf der anderen Seite. Dort stehen halb verfallene Kapitänshäuschen neben supermodernen Restaurants, in denen Gerichte aus der Crossover-Küche aufgetischt werden. Dort reihen sich abgeschnuddelte Hafenkneipen an minimalistisch gestylte Cocktail-Bars. Und Cafés mit abgenutzten Plastikstühlen grenzen an Boutiquen, die sündhaft teure Bikinis und hauchdünne Hemdchen im Ibiza-Stil anbieten.

Ausgehen, genießen, Seele baumeln lassen. So lautet die neue Devise. Allein die Gastronomie hat sich in dieser Ecke so belebt wie in keinem anderen Teil von Palma. Da ist das trendige Nassau Beach mit Palmen und Liegen direkt am Strand. Den Drink nippt man dort mit den Füßen im Sand und der Kathedrale im Blick. Nicht weit entfernt ragt das Hotel Portixol in den strahlend blauen Himmel. Das Gebäude aus den 1950er Jahren wurde von seinen schwedischen Eigentümern mit viel Feingespür renoviert und gehört zu den schönsten Design-Hotels Mallorcas. Auch wer sich dort nicht einquartiert, ist willkommen.

Und so sind die Plätze im Restaurants stets begehrt. Besonders im Sommer: Man tafelt draußen an rustikalen Holzplanken auf der Terrasse, lässt sich Thunfisch, Austern oder Gemüse aus dem Wok servieren und hält die Nase in den lauen Wind. Nur einen Steinwurf entfernt hat man sich in der Arrocería Rocamar auf Reisgerichte wie Paella und Arroz brut spezialisiert.

Zwei Italiener nebenan tischen köstliche Pasta, Fisch und Meeresfrüchte auf – und schwören natürlich auf den „besten Café der ganzen Insel“. Die Bars Es Vaixell, Yam Bar und Enco sind die richtige Adressen für den kleinen Hunger. In erster Meereslinie gibt es dort Sandwiches und Salate in vielen Variationen – und den Wein schon mal für 2,50 Euro das Glas.

Gegenüber am Ministrand von Portixol ahlen sich Sonnenhungrige auf ihren Handtüchern. Allerdings steht man dort schwer unter Beobachtung. Denn direkt am Strand führt die Flaniermeile entlang, die vor einiger Zeit neu gestaltete Promenade mit ihren Bänken und Bäumen, die die Stadtbewohner wie ein Magnet anzuziehen scheint. Das Aqua Marina bietet Apfelkuchen nach Mutterns Rezept.  Jedenfalls scheint sich nach Feierabend und am Wochenende wie auf Kommando halb Palma Richtung Portixol aufzumachen – um Luft zu schnappen.

Im Affentempo rasen auf eigens ausgewiesenen Fahrspuren Radler in knallengen Outfits vorbei, andere ziehen als Inline-Skater ihre Bahn. Der Weg führt kilometerweit gen Südosten, bis hin nach Arenal mit seinen Ballermännern und Bettenburgen. Aber so weit kommen nur die Sportlichen.

Die Genießer sind schon längst im lichtdurchfluteten bar.co eingekehrt, dessen Küche mit dem asiatischem Touch hoch im Kurs steht. Oder haben im lauschigen Garten des s'Eixerit Platz genommen, in dem Mallorquinisches wie „Pa amb Oli”, Brot mit Öl plus Tomaten, Käse und Schinken, serviert wird.

Und so setzt es sich fort, es folgen zahlreiche weitere Lokale: das Aqua Marina, das von zwei deutschen Frauen geführt wird, die Käse- und Apfelkuchen nach Mutterns Rezept anbieten, das Ca'n Punta mit seiner grau-weiß getünchten Veranda – oder der gute alte Club Naútico Molinar, in dem auch Nicht-Club-Mitglieder bewirtet werden. Dort sitzt man wie in guten alten Zeiten direkt am Meer, mit Blick auf Bötchen, die im Wasser dümpeln.