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Doriff-Werft: Vom Tischler zum Bootsbauer

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doriff1.jpgEin Name, der für Tradition steht: Das Birgelener Unternehmen „Doriff“ feierte 50-jähriges Firmenjubiläum. Bekannt geworden ist der Betrieb durch den Bootsbau, aber er hat sich auch in anderen Bereichen etabliert. Boote wohin das Auge sieht – auf Fotos, als Modelle und natürlich „richtige“ Boote in verschiedenen Ausführungen, sechs bis zehn Meter lang. Als Bootsbauer hat sich die Firma „Doriff“ aus Birgelen einen Namen gemacht, und das sieht man deutlich am Firmensitz. Vor wenigen Monaten hat Inhaber Heinz Schuhwirt das 50-jährige Bestehen seines Betriebes gefeiert, und damit kann er getrost behaupten, ein „Traditionsunternehmen“ zu führen.

 

Zunächst reines Privatinteresse

Erst über Umwege ist der heute 74-jährige Schuhwirt zum Bootsbau gekommen. Nach seiner Meisterprüfung eröffnete er im Dezember 1957 einen doriff2.jpgTischlerbetrieb. Bald stand die erste Expansion an, der Rollladen- und Jalousien-Bau kam hinzu. Aus reinem Privatinteresse fasste Schuhwirt Mitte der 60er die den Entschluss, ein Boot zu bauen. Mit dieser Eigenkreation trat er eine Moselfahrt an und erregte mit seinem Gefährt großes Interesse. „Wieso nicht auf Bootsbau umsatteln“, dachte sich Schuhwirt. Gesagt, getan. 1965 stellte er sein erstes Modell bei einer Bootsmesse in Friedrichshafen vor und verkaufte davon prompt 30 Exemplare. „Ein Riesenerfolg“, sagt Schuhwirt. Dieses erste Kajütboot mit dem Namen Doriff 550 leitete die Blütezeit des Unternehmens ein, die sich vom Ende der 60er bis Anfang der 70er Jahre erstreckte. 105 Einheiten pro Jahr wurden damals von der Doriff 550 verkauft, heute wird sie allerdings nicht mehr produziert. Stattdessen wurden acht Folgemodelle von Motorbooten entwickelt, vier dieser Typen werden noch heute produziert. Das neuste Modell, die Doriff 7007, stammt aus dem Jahr 2007 und wurde voriges Jahr auch auf der „boot“ in Düsseldorf ausgestellt. Trotz des Erfolges setzt der Betrieb seit Anfang der 90er Jahre in erster Linie auf die Produktion von Bauteilen für den Anlagenbau. Dem Schiffbau haben Heinz Schuhwirt und sein Sohn Georg, der im Betrieb mitarbeitet, doriff3.jpgnicht abgeschworen, sie haben sich aber gegen eine Expansion in diesem Bereich und für die Sicherung des Betriebes entschieden. Diese ist ihrer Meinung nach eher durch das neue Standbein gewährleistet. Außerdem sieht Heinz Schuhwirt für den Bootsbau die Lage auf dem Binnenmarkt sehr kritisch; zu viele Regulierungen gebe es, sagt er. Den „goldenen Zeiten“ trauern die Schuhwirts trotzdem nicht nach, denn Nachfragen für die Boote gibt es immer wieder. Und Heinz Schuhwirt berichtet stolz, dass die alten Modelle auch nach 30 Jahren noch in einem sehr guten Zustand seien. Sie werden also noch etliche Jahre ihren dienst versehen.

 

quelle:RP/AN

 

Information: www.doriff.de

 

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