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boot 09: Neue Motorboote und Motoryachten
Schlauchboote
Das tragende Element der für den Transport im PKW zerlegbaren Schlauchboote ist Luft, die in die Schlauchkörper gepumpt wird. Kleinere Modelle haben einen Luftboden, größere Typen einen Einlegeboden aus Holz- oder Aluminium. Die festen GFK-Rümpfe (Rigid Hull) der Königsklasse sind nicht zerlegbar. Tender und zugleich Funboat ist die 3,85 m lange Williams 385 von Williams Performance aus Großbritannien. Deren Tender mit Luftschläuchen und Rigid Hull liegen derzeit im Trend. Das liegt einerseits an der großen Auswahl bei Farben von Schläuchen und Rumpf. Zum anderen drehen sie dank Jet-Antrieb und Einbaumotor von Weber (aus Markdorf in Deutschland) rasant schnell auf kleinstem Wendekreis ( Halle 10, Stand B 73). Pischel aus Troisdorf bei Köln stellt mit der Ribline MV Serie erstmals eine neue Baureihe vor, die aktuell drei Modelle umfasst - MV 500, MV 570 und MV 780. Alle MVs verfügen für hohe Festigkeit über in Vakuum-Sandwich-Bauweise hergestellte Leichtgewichtsrümpfe. Leichtgewicht heißt aber auch, dass die Boote mit kleineren Motoren und damit weniger Treibstoff auskommen. Eine weitere Weltpremiere bei Pischel ist das 4.7 Concept Jet, ein Rib mit in Markdorf (Bodensee) gefertigtem, 145 PS starkem Weber 750 Turbo Jet Motor (Halle 10, Stand C 60).
Sportboote
Kleine Sportboote sind beliebt bei Einsteigern und Leuten, die keinen festen Liegeplatz haben oder wünschen. Oder die ihr Boot auf dem Anhänger immer mal wieder über Land zu einem anderen Revier trailern möchten. Offene Sportboote sind rundum Schönwetterboote. Mit einer kleinen Vorschiffskabine und zwei Schlafplätzen ausgestattet, spricht man vom Daycruiser. Maarten de Bruijn, geistiger Vater der niederländischen Spyker Sportwagen, begibt sich jetzt mit der Silvestris 23‘ Sports Cabriolet 8.1V8 LE A aufs Wasser. Das rund 7 m lange Runabout Sportboot ähnelt in vielen Details einem Sportwagen - wie beispielsweise mit den Ledersitzen in abdeckbaren Sitzmulden und einem Cabriolet Verdeck. (Halle 5, Stand C 40). Frauscher aus Österreich zeigt die 7,15 m lange 686 Lido im Editione Dino Feltrinelli Design, an dem die Designerin Annette Hinterwirth vom Traunsee mitgewirkt hat. Sie brachte ihre internationalen Erfahrung als Set-Designerin in Los Angeles und New York sowie als Designerin für Unternehmen wie Swarovski, Minotti oder die Neuen Wiener Werkstätten in die Zusammenarbeit ein. So entstand die Idee, den vorderen Bereich des Bootes variabel zu gestalten. Der höhenverstellbare Tisch wird auf Tastendruck zum Unterbau einer großzügigen Liege oder verschwindet ganz im Boden (Halle 5, Stand C 20). Weber Automotive vom Bodensee hat den von Designboats Schweiz gefertigten Tender 06J mit einem 143 PS starken Turbodieselmotor vom Typ MPR 750 TC-HO und Jetanrieb ausgestattet. Das geringe Gewicht, die schlanken Linien und die Verwendung eines Jet-Antriebs machen dieses innovative Sportboot extrem wendig und bis zu 40 kn schnell (Halle 10, Stand F17).
Sportcruiser
Sportcruiser bieten ein großes, mit Kabrioverdeck verschließbares Cockpit mit Steuerstand außen für Schönwettertouren und im Vorschiff Salon und/oder Schlafkabinen. In der Antares Linie mit geräumigem, offenen Cockpit und Innensteuerstand in einem Deckhaus mit Stehhöhe stellt Bénétau aus Frankreich als Deutschland Premiere die 7,23 m lange 7.50 Outboard vor. Sie ist - ideal für Küstenangler und Sporttaucher - für den Trailer Transport über Land mit leichtgewichtigerem Außenbordmotor bis 150 PS motorisierbar. Innen gibt es neben einer zweckmäßigen Pantry eine Schlafkabine für zwei Personen. Auf den Sofas im Salon können weitere zwei Personen nächtigen (Halle 4, Stand A 57). Gut 2 t bringt die 8,35 m lange Weltpremiere Secare 27’ auf die Waage. Die Unterflurkabine bietet ein Queensizebett, die Vorschiffskoje ist als Doppelbett nutzbar oder kann zu einen gemütlichen Platz mit Sofa verwandelt werden. Durch die Epoxy-Sandwich–Bauweise wird nicht nur an Gewicht gespart, sondern auch die Festigkeit erhöht. Laminiert wurde sie im Vakuuminfusionsverfahren (Halle 5, Stand E 46). Opens und New Opens Opens sind rundum offen, als New Opens werden Kabinenboote mit Steurstand und Außensalon unter einem Hardtop bezeichnet, teilweise auch völlig geschlossen und dann mit Klimaanlage versehen. In jedem Fall lassen sie sich mit großem Schiebeluk öffnen. Die jüngste Motorboot Kreation von Bavaria Yachts aus Franken, die rund 14 m lange 46’, wurde von dem kalifornischen Designbüro BMW Group Designworks Yachts entworfen. Das 3-Kabinen-Boot gibt es wahlweise als Open, Sport-Top oder mit Flybridge (Halle/Stand 4/A 35). Der Prototyp der 14,22 m langen und rundum offenen Bluegame 47‘ von SanLorenzo aus Italien entstand in Südafrika. Die Serienproduktion ist im italienischen Carrara angelaufen. Das offene Boot mit Mittelsteuerstand unter einem Hardtop ist vielseitig nutzbar - als Tender, für Tages- und Badeausflüge oder zum Hochseeangeln. Auf dem Hardtop gibt es Sonnenliegekissen, unter Deck einen kleinen Salon (Halle 6, Stand D 41). Die 14,97 m lange Deutschland Premiere MonteCarlo 47’ von Bénétau aus Frankreich wurde speziell für eine Motorisierung mit zwei IPS 600 Antrieben à 435 PS von Volvo Penta konzipiert, über die sich das Boot in langsamer Fahrt per Joystick in alle Richtungen dirigieren lässt. Unter Deck gibt es je nach Kundenwunsch zwei oder drei Schlafkabinen und in allen Versionen im Heck eine Garage für ein Beiboot (Halle 4, Stand A 57). Die 15,27 m lange Deutschland Premiere Atlantis 50x4 aus Italien ist in unterschiedlichen Versionen mit bis zu vier Kabinen zu haben. Bei der Motorisierung kommen zwei IPS Antriebe von Volvo Penta à 435 PS zum Einsatz (Halle 6, Stand D 56). Für den Entwurf der rund 18 m langen Weltpremiere, auf Taiwan gebauten Elegance 60’ Open von Drettmann aus Bremen wurden der deutsche Designer Roland Friedberger sowie der italienische Designer Tommaso Spadolini verpflichtet. Durch das gläserne Schiebedach von gut 3 qm und die großflächige Glastür bilden Decksalon und Cockpit eine durchgehende luft- und lichtdurchflutete Einheit. Die Eignerkabine mit 2 m Raumhöhe und auch VIP- Kabine, Bäder und Galley haben die Größe und Geräumigkeit einer Flybridge Yacht (Halle 6, Stand D 27). Pershing aus Italien stellt als Deutschland Premiere die 20,04 m lange 64’ als kleine Schwester der bereits etablierten 72’ vor. Das gläserne Schiebedach misst gut 4 qm, neben der breiten Schiebetür lässt sich das achterliche Salonfenster hinter dem Sofa in den Boden absenken. So bilden der ansonsten geschlossene Decksalon und das Cockpit für variable Offenheit auf dem Hauptdeck eine durchgehende Einheit. Ein nach hinten aus dem Salondach ausfahrbares festes Hardtop-Element beschattet markisenartig das äußere Cockpit (Halle 6, Stand E 23). Bei Absolute feiert die 22 m lange 70‘ ihre Deutschland Premiere. Das Flaggschiff der italienischen Werft ist dank vier Volvo Penta IPS 600 Antrieben à 435 PS 29,2 kn schnell. Zum An- und Ablegen lassen sich die vier IPS über zwei Joysticks dirigieren. Reichlich Glasflächen lassen viel Licht in den Salon, Unter Deck gibt es vier Kabinen für Eigner und Gäste (Halle 6, Stand A 21). Der 22,55 m langen 74’ Predator von Sunseeker als Nachfolgerin der 72‘ Predator hat die Werft aus Großbritannien eine Mini Fybridge aufgesetzt, die sich harmonisch in die sportlichen Linien einfügt ohne die äußeren Linien einer Open zu stören (Halle 6, Stand D 61).
Kategorie Retros
Klassisches Design und Retrolook mit aktuellster Technik erfreuen sich zunehmend an Beliebtheit. Im Retrolook mit Deck und Bänken aus Teakholz präsentiert sich die 9,50 m lange Fineliner 31’ aus den Niederlanden. Van de Stadt Design und Jim Lensveld Schneider schneiderten ihr ein nostalgisches Kleid. Im großzügigen offenen Cockpit haben bis zu zwölf Personen Platz. Außerdem gibt es dort die Pantry. In der Vorschiffskabine können zwei Personen nächtigen (Halle 5, Stand B 20). Teakholz auf dem Deck und ein Innenausbau aus vollem Holz machen die 10,80 m lange Viking Marin 34’ Fly – zu sehen bei Chesa Yacht - aus der Türkei zu einem Retro Klassiker. Innen kann unter ein oder zwei Schlafkabinen gewählt werden (Halle 5, Stand A 22). Bei der 14,99 m langen Boarncruiser 50‘ von De Boarnstream offenbart sich außen ein markantes klassisches Rero Styling, innen zeitgemäßes Intérieur aus Walnuss und dunklem Wengé. Über dem geräumigen Achterdeck lässt sich ein Kabrioverdeck in nur wenigen Sekunden elektrisch entfalten (Halle 15, Stand B 42).
Stahlkreuzer
Geruhsame Stahlkreuzer sind eine Spezialität niederländischer Werften. Die rund 9 m lange Weltpremiere 29.9 Sedan Nordic Edition von Linssen aus den Niederlanden fällt auf durch wiederstandsfähiges Stahlriffelblech auf Vordeck und Gangbords sowie Aluminiumriffelblech als Belag für Cockpit und Badeplattform. Integrierte Bugscheinwerfer, eine elektrische Ankerwinde sowie ein Stützsegelmast komplettieren dieses Modell (Halle/Stand 13/C 70). Als Überarbeitung der Continental 1 mit Stahlrumpf und –aufbauten entstand bei Wim van der Valk die erste, knapp 17 m lange Continental 2 komplett aus Aluminium. Bei der Antriebstechnik der rund 35 kn schnellen Deutschland Premiere fiel die Wahl auf Volvo Penta IPS Systeme – und davon gleich vier mit je 435 PS (Halle 6, Stand A 42). Ihre Weltpremiere feiert auf der boot 2009 die 17,15 m lange Aquanaut Global Voyager 1700. Sie besticht durch ihr in jeder Hinsicht außergewöhnliches Erscheinungsbild mit mediterran angehauchten Linien ohne ihre niederländische Herkunft zu verleugnen (Halle 15, Stand A 05).
Trawler/Explorer
Einst galten Trawler mit scharf aufgekimmtem Vorschiff als besonders seegängig. Moderne Explorer-Yachten im traditionellen, schiffigen Look mit hohem Steven und fast geraden Aufbauten im Stil eines Berufsschiffes ergänzen diese Klasse. Im Kielwasser der großen Explorer schwimmen auch kleine Mini-Explorer im Fischkutter-Look. In ihrer Heimat an der amerikanischen Pazifikküste wird die rund 6,30 m lange Deutschland Premiere Ranger 21’ – zu sehen bei Targa Yachten - vor allem von Anglern für ihre Fischzüge genutzt. Denn das Cockpit ist überdimensional groß ausgefallen, derweil das Steuerhaus kompakt gehalten ist (Halle 4, Stand A 59). Sarins Batar aus Finnland ist bekannt für seetüchtige und bestens laufende Minor Kabinenboote, um deren Aufbauten dank hohen Schanzkleides auch bei bewegter See sicher herum gegangen werden kann - vom achterlichen Cockpit bis zum Bug. Als Deutschland- Premiere ist die rund 7,50 m lange Minor 25’ zu sehen. Sie bietet im Salon bis zu sechs Personen Platz. Unter Deck nächtigen bis zu vier Personen (Halle 4, Stand A 26). Für die 12 m lange North-Line 37 Express der niederländische Werft Jachtbouw Zevenhuizen stand ein Lotsenboot Pate (Halle 15, Stand D 56). Bei Drettmann ist die Baunummer 5 der vor einem Jahr auf der boot-Düsseldorf als Weltpremiere vorgestellten 23,67 m langen Bandido 75’ zu sehen - vom DTM Rennfahrer Ralf Schumacher bestellt (Halle 6, Stand D 27).
Flybridge-Modelle
Seit Jahren beliebt sind die Flybridge-Modelle mit zweitem Steuerstand, Sitzrunde außen, hoch oben und luftig auf dem Salondach. Mit der 15,36 m langen Prestige 50 steigt Jeanneau aus Frankreich in die 50-Fuß-Klasse ein. Deren Aufteilung weicht vom Üblichen der Klasse ab: Während die Pantry unter Deck im Zentrum der drei Schlafkabinen angeordnet ist, gibt es auf dem Hauptdeck achtern die Sitzrunden im Salon, davor an Steuerbord eine Bar (Halle 4, Stand B 35). Mit der 16,88 m langen Squadron 55’ kehrt Fairline aus Großbritannien zurück zu einem Ambiente mit traditionellen Intérieurholz, das Wärme ausstrahlt und das Boot zeitlos erscheinen lässt: mit auf Hochglanz lackiertem Walnussholz. Auf dem Hauptdeck gibt es Salon, Pantry, Essplatz und Steuerstand, eine Etage tiefer vier Kabinen für Eigner und Gäste. Erwähnenswert ist das Monitorsystem am Innenfahrstand, das nach Tastendruck im Touchscreen-Manier direkt auf dem Bildschirm Überblick über alle nur möglichen Anzeigen gibt. (Halle 6, Stand E 61). Drettmann zeigt als Düsseldorf-Premiere die 22,55 m lange Vision 74’ mit geschlossener Flybridge aus Taiwan und als Weltpremiere die für Hochseeangler konzipierte 15,88 m lange Tournament 52’. Ihr Rumpf mit tiefem V soll selbst in hohe Wellen weich eintauchen, sie mit zwei 6-Zylinder-Caterpillar Reihendiesel Motoren à 1.000 PS eine Höchstgeschwindigkeit von 31 kn erreichen (Halle 6, Stand D 27). Ein tief eintauchender V Rumpf soll die Deutschland-Premiere und für lange Seereisen ausgelegte 25,90 m lange Princess 85’ aus Großbritannien Wellen bei hoher See trotzen lassen, ein optionales Stabilisationssystem das Rollen in Fahrt und auch vor Anker minimieren. Innen haben am Esstisch zwischen Salon und Steuerhaus bis zu acht Personen Platz. Unter Deck nächtigt das Eignerpaar mittschiffs auf einem Kingsizebett. Und je nach Version die Gäste in zwei oder drei Kabinen ebenso komfortabel (Halle 6, Stand E 41). Die rund 26 m lange Deutschland Premiere 86’ Yacht von Sunseeker aus Großbritannien bietet in ihrem breitem Rumpf Platz für bis zu acht Personen, die unter Deck in den Genuss mehrerer Suiten und En-Suite-Bäder kommen. Je nach Motorisierung mit zwei Caterpillar- oder MTU-Motoren liegt die Höchstgeschwindigkeit um die 30 kn (Halle 6, Stand D 61).
Quelle: boot-düsseldorf
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