Schiffahrt: Volldigitale Herstellung von Seekarten

 Als weltweit einer der ersten hydrographischen Dienste ist es dem BSH gelungen, sowohl die gedruckte (Seekarte Nr. 2, Wesermündung) als auch die digitale Seekarte (ENC-Zelle Nr. DE421030) eines Seegebietes zeitgleich aus einer zentralen Datenbank heraus ohne analoge Zwischenschritte der Bear-beitung herzustellen.

„Der durch diese Technik erreichte Zeit- und Qualitätsgewinn nautischer Veröffentlichungen hat Pilot-charakter für die Internationale Hydrographie“, sagte Dr. Ma-thias Jonas, Leiter des nautischen Informationsdienstes.

Das eingesetzte Verfahren mit dem Namen „Nautical Hydrographic Information System“ (NAUTHIS) basiert auf einer komplexen Softwareumgebung, die gemeinsam mit der kanadischen Firma CARIS entwickelt wurde. Kernstück des Großprojektes ist die hydrographische Datenbanksoftware „Hydrographic Production Database“ (HPD).

Damit werden schrittweise alle Informationen, die das BSH von seinen Ver-messungsschiffen und anderen Informationsquellen erhält, digital in der NAUTHIS-Datenbank gesammelt, verwaltet und zur Verwertung aufbereitet.

Für die Fachleute besonders bemerkenswert ist dabei, dass das Überdeckungsgebiet der jetzt veröffentlichten neuen Aus-gaben der Seekarte Nr. 2 ein Teil des Wattenmeeres ist.

Denn die kartographische Erfassung der dortigen komplexen natürlichen Verhältnisse gehört zu den anspruchsvollsten Aufga-ben der Seekartographie überhaupt und liefert damit eine ide-ale Blaupause für die schrittweise Übertragung der entwickel-ten Verfahren auf die Produktion aller Seekarten der deut-schen Territorialgewässer.

„Nachdem die Produktionssoftware und die neu entwickelten Arbeitsabläufe nun erstmals erfolgreich umgesetzt werden konnten, ist es unsere wichtigste Zukunftsaufgabe der kom-menden Jahre, die Datenbankbestände weiter auszubauen", ergänzte Jonas. So sollen die Datenbankinhalte auch für die Produktion weiterer papiergebundener BSH-Publikationen wie Seehandbücher und die wöchentlichen „Nachrichten für See-fahrer“ genutzt werden.

 

Quelle: BSH



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