Olympia: Die ersten Boote auf dem Weg nach China

Der 470er von Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz ist auf dem Weg nach Qingdao zu den XXVI. Olympischen Sommerspielen in China. Zusammen mit dem 49er von Jan und Hannes Peckolt und einem Laser Radial von Petra Niemann sowie zwei Motorbooten und viel Material wurde die Gleitjolle am Olympiastützpunkt des Deutschen Segler-Verbands in Kiel in Container verladen und trat seine Reise ins Reich der Mitte an.

Die tatkräftigen Männer der Ladeeinheit staunten nicht schlecht, wie routiniert die Seglerinnen und Segler ihre Sportgeräte in einem 40-Fuß-Container verstauten und zügig für den Transport sicherten. "Für alle Regatten in Übersee und Downunder ist das Standard", erzählt Vivien Kussatz, "Packmeisterin" der 470er-Crew vom pinta racing team.

Ihr Boot wurde im Transportgestell unter dem 49er verzurrt, nachdem die 12,20 lange und 2,20 breite Stahlkiste am Morgen bereitgehalten wurde. Mit wenigen Handgriffen waren auch die drei Masten in zwei Meter Höhe untergebracht.

Beim Packen wachte Anna Hoegemann von der Firma "Schenker" mit einer detaillierten Ladeliste, dass auch nur die Gegenstände nach Qingdao verschifft werden, die zollrechtlich erlaubt und angegeben wurden. "Die Einfuhrbestimmungen nach China sind ziemlich streng, obwohl wir für die Olympischen Spiele schon eine vereinfachte Regelung haben", sagte die Projektmanagerin von "Schenker globalsportevents", einem Co-Partner der deutschen Olympiamannschaft.

Obwohl hier und da noch eine Fock gestrichen oder eine Trainerbootnummer geändert werden musste, blieb Anna Hoegemann gelassen. "Solange alles sauber dokumentiert wird, gibt es beim Auspacken an den Wettkampfstätten auch keine Probleme mit den chinesischen Behörden."

Der Speditionsdienstleister aus Kelsterbach ist Profi und trotzdem maximal flexibel, weiß auch DSV-Sportdirektor Hans Sendes, der die ersten beiden von insgesamt sechs Container mit auf dem Weg brachte.

Nummer zwei war ein Werkstattcontainer, den der Heinz Nixdorf Verein eigens für die deutschen Seglerinnen und Segler ausgebaut hatte. "Auch der macht einen sehr guten Eindruck", meinte Steffi Rothweiler, die am Tag zuvor noch den Chill-out-Container inspiziert hatte, den das pinta racing team für alle DSV-Aktiven nach Qingdao entsendet. Dieser wird am 17. April ebenfalls von "Schenker" geladen und auf die lange Reise geschickt.

Als Steffi Rothweiler, Vivien Kussatz und Hannes Peckolt nach dreieinhalb Stunden selbst die schweren Containertüren schlossen, hatten sie ein gutes Gefühl. "Die Boote und das Zubehör werden zuverlässig am Gelben Meer landen", so die Sportler gleichlautend. Unter der Nummer FSCU 9725173 trat der verplombte Container zunächst huckepack per Lkw die Fahrt in den Hamburger Hafen an. Gut 30 Tage dauert der Seeweg, dann sind die Jollen in rund sechs Wochen an ihrem Bestimmungsort zum Olympiatraining bereit.

 

www.pinta-racing.com



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