Italien: "Politik mit Biss"

Eine unerwartet bissige Debatte ging dieser Tage im Gemeinderat von Genua über die Bühne. Schuld daran waren weder das Thema – es ist nicht einmal überliefert – noch die üblichen Animositäten zwischen links und rechts, sondern vielmehr einige kleine, recht sprungkräftige Tierchen, die munter zwischen den Bänken hin- und her hüpften. Nach einem ersten, weiblichen Schreckensschrei gingen die Männer im „Roten Saal“ auf Großwildjagd. Ein „Ungeheuer“ endete unter dem Schuhabsatz eines rechten Abgeordneten, das nächste wurde per Hand auf dem Sakko eines anderen Ratsmitglieds zerquetscht. Unverzüglich gelyncht wurden auch jene, die sich auf blut-frischer Tat ertappen ließen. So wie die bissigen Tierchen keine parteipolitischen Vorlieben zu erkennen gaben, so übersprang auch der Erste-Hilfe-Einsatz der Abgeordneten alle ideologischen Grenzen. Uneinig ist man sich jetzt nur über die zoologische Einordnung der Attentäter: Hundefloh? Katzenfloh? Menschenfloh? Oder – wie ein Ratsherr nach rascher Google-Runde meinte – eine ganz seltene, aber umso aggressivere Flohart? Und wer weiß, welche Geheimnisse der altehrwürdige Teppichboden im „Roten Saal“ sonst noch bietet? Jedenfalls soll das Gebäude desinfiziert werden, aber erst in den Weihnachtsferien. Bis dahin jedenfalls wird es im Gemeinderat keine langweiligen Debatten mehr geben.

 

Quelle: Die Presse/EP/AN



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