Neue Wartungsplaketten für mehr Transparenz

Seit Jahren sind die Prüfplaketten des Fachverband Seenotrettungsmittel (FSR) ein Dokument für erfolgreiche Wartungen von aufblasbaren Rettungswesten – ähnlich wie die TÜV-Siegel bei Autos. Jetzt haben der Verband und die Mitgliedsunternehmen das Plakettensystem weiter optimiert. Ab sofort ist auf den Klebesiegeln zusätzlich der Name des Herstellers aufgedruckt. „Für den Wassersportler bringt diese Lösung mehr Transparenz und die Gewissheit, dass Wartungen ordnungsgemäß nur von dafür ausgebildeten Technikern durchgeführt werden“, erklärte FSR-Vorsitzender Ralf-Thomas Rapp. Unautorisierte Wartungen sind künftig ausgeschlossen. Denn jeder Hersteller gibt Wartungsplaketten mit seinem Namen ausschließlich an jene Wartungsstationen heraus, die von ihm für den Umgang mit seinen Produkten zertifiziert sind. Das entsprechende Testat erwerben die Techniker der Stationen nach intensiven Schulungen. Nach dem alten System konnte hingegen nicht hundertprozentig vermieden werden, dass eine Wartungsstation Rettungswesten unterschiedlicher Hersteller bearbeitete und mit Prüfplaketten versah, obwohl sie nur für die Produkte eines einzigen Herstellers zugelassen war. Diese Lücke ist nun verschlossen. Doch damit nicht genug der Verbesserungen. Die Rettungswesten-Hersteller unter den FSR-Unternehmen haben die Plaketten so abgeändert, dass künftig schon an Hand des Siegels die Wartungsstationen identifizierbar sind. Das funktioniert je nach Hersteller entweder durch eine fortlaufende Nummerierung der Plaketten oder durch Kennummern, die die Hersteller ihren Wartungsstationen zuordnen. Beide Wege stellen sicher, dass eindeutig nachzuvollziehen ist, wer wann welche Rettungsweste gewartet hat. Erhalten bleibt bei den Plaketten die Kombination aus Farbe und Einkerbungen als Hinweis auf die nächste anstehende Wartung. „Diese Neuerung macht das Plakettensystem noch zuverlässiger, indem Arbeiten besser kontrolliert werden können“, sagte der FSR-Vorsitzende Rapp. Weiterhin gelte es, Wassersportler noch stärker davon zu überzeugen, die in der Regel alle zwei Jahre vorgeschriebenen Wartungen auch ausführen zu lassen. Die Differenz zwischen den Zahlen der jährlich ausgelieferten Rettungswesten und der ausgeführten Wartungen zeige, dass hier noch ein großer Nachholbedarf bestehe. Während etwa 200.000 automatisch aufblasbare Rettungswesten, die im Freizeitbereich eingesetzt werden, in einer der über hundert deutschen Wartungsstationen auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden müssten, werden lediglich zirka 50.000 Wartungen erledigt. Rapp: „Was nützt die beste Rettungsweste, wenn sie im Notfall nicht funktioniert, weil sie ein Leck bekommen hat oder die Pressgas-Flasche leer ist? Es ist deshalb im Interesse aller Wassersportler, dass die Akzeptanz des Checks gesteigert wird. Denn Wartung rettet Leben.“ Nicht zuletzt deshalb beträgt die Wartungsquote im beruflichen Bereich fast 100 Prozent. Im FSR haben sich 16 führende deutsche Unternehmen - Hersteller und Importeure von Seenot-Rettungsmitteln - zusammengeschlossen, deren Ziel es ist, die Sicherheit auf dem Wasser zu verbessern.

 

Information: www.fachverband-seenotrettungsmittel.de