Berufungsprozess gegen "Costa Concordia" - Kapitän Schettino startet

Rom (dpa) - Mehr als fünf Jahre nach dem Kentern des Kreuzfahrtschiffs «Costa Concordia» vor der toskanischen Küste steht der Ex-Kapitän Francesco Schettino erneut vor Gericht. Am Donnerstag startet ein Berufungsprozess vor dem Obersten Kassationsgerichtshof in Rom, wie das Gericht der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bestätigte. Schettino war im Februar 2015 unter anderem wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Er hatte das Schiff mit mehr als 4000 Passagieren zu nah an eine Insel gesteuert, 32 Menschen starben.

Gegen das Urteil hatten Verteidigung und Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Im Mai 2016 bestätigte das Berufungsgericht in Florenz das Urteil. Der Prozess vor dem Kassationsgericht ist die letzte Instanz in dem Verfahren. Es ist das höchste Gericht Italiens und überprüft Urteile der Unterinstanzen. Sollten die Richter Rechtsfehler in dem Fall feststellen, könnte neu verhandelt werden.

Einem Gerichtssprecher zufolge sollen am Donnerstag zunächst Zivilkläger ihre Anliegen vorbringen können. Mit einem Urteilsspruch wird nicht gerechnet. Laut italienischen Medienberichten wird Schettino nicht im Gerichtssaal erwartet.

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