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Grenzstreit: Kroatien gegen EU-Vermittlung

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 Kroatien verzichtet auf das Angebot der Europäischen Union, in dem Grenzstreit mit Slowenien zu vermitteln. "Das hat doch keinen Sinn", zitierte die Zeitung "Jutarnji list" am Samstag in Zagreb den kroatischen Staatspräsidenten Stjepan Mesic.

Die Ablehnung der EU-Vermittlung sei mit Regierungschef Ivo Sanader abgesprochen, schrieb das Blatt. Die beiden ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken streiten um die Grenzziehung in der nördlichen Adria. Ljubljana hat aus diesem Grund die weiteren EU-Beitrittsverhandlungen Zagrebs blockiert. "Wir werden darauf beharren, dass dieser Streit von unseren Beitrittsverhandlungen getrennt wird", zitierten die Medien Premier Sanader.

 

Slowenien sei ohne Lösung des Grenzstreits der EU beigetreten, und "wir erwarten die gleiche Behandlung für Kroatien". Der slowenische Premier Borut Pahor hatte zuletzt Zweifel geäußert, dass es bis zur nächsten EU-Beitrittskonferenz mit Kroatien am 24. April zu einer Bewegung im Grenzstreit kommen könnte. Österreichs Außenminister Michael Spindelegger hatte bei seinem jüngsten Besuch in Zagreb erklärt, er sehe "derzeit keine bessere Möglichkeit" als den Vorschlag von EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn, den Grenzstreit durch ein Schiedsgericht unter EU-Vorsitz lösen zu lassen.

 

Jutarnji list/EP/AN

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