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Italien: Symbolträchtige Kirchenübergabe an russische Orthodoxie

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 Die russisch-orthodoxe Kirche hat seit Sonntag, 1. März, in der süditalienischen Adria-Stadt Bari wieder eine eigene Kirche. Staatspräsident Giorgio Napolitano übergibt seinem russischen Amtskollegen Dmitri Medwedew die Schlüssel für die Sankt-Nikolaus-Kirche, die bislang im Besitz des italienischen Staates war.

Die Zeremonie sollte bereits am 6. Dezember stattfinden, musste aber nach dem Tod von Patriarch Aleksij II. verschoben werden. Bari hat hohe Bedeutung für die russische Orthodoxie, da sich in der Krypta des katholischen Doms die Reliquien von Bischof Nikolaus, dem russischen Nationalpatron, befinden.

Seit der Öffnung der Grenzen kommen jährlich wieder viele tausend russische Pilger in die süditalienische Hafenstadt.

 

Als Pilgerkirche für Russen und Griechen gegründet

Die orthodoxe Nikolaus-Kirche im Zentrum von Bari war 1913 als Pilgerkirche für Gläubige aus Russland und Griechenland gegründet worden. 1937 ging das Gotteshaus in den Besitz der Stadt über, das angegliederte Pilgerhospiz wurde zu einem Waisenhaus umgewidmet. Anlässlich eines Besuchs des damaligen russischen Präsidenten Wladimir Putin im März 2007 kündigte Italien an, die inzwischen restaurierte Kirche dem russischen Staat zu schenken.

Der Vatikan ist bei der Zeremonie am Sonntagnachmittag durch den italienischen Kardinal Salvatore De Giorgi vertreten. Er wird eine Grussbotschaft von Papst Benedikt XVI. überbringen. Das Moskauer Patriarchat hat Bischof Egorievsk Mark entsandt, der eine Grussadresse des neuen Patriarchen Kyrill verlesen will. Präsident Medwedew wird die Schlüssel des kirchlichen Gebäudekomplexes unmittelbar nach Empfang an Mark als Vertreter des Patriarchats weitergeben. Bereits seit 1998 hatte in Bari ein russisch-orthodoxer Priester residiert, der für die religiöse Betreuung der Pilger zuständig war.

 

(kipa/rjob)

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