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Kroatien: Weiter hohes Staatsdefizit
Kroatien droht 2010 ein "Jahr der Stagnation ohne Veränderungen", sagte der Gouverneur der kroatischen Nationalbank, Zeljko Rohatinski, bei einer Konferenz zum Geldmarkt. Alles weise darauf hin, dass die Geldpolitik kurzfristig effizient gewesen sei – möglicherweise sogar zu effizient, da in Zeiten der Krise der Eindruck entstanden sei, dass alles weiterlaufen könne wie bisher.Rohatinski sehe daher keinen Grund, die vorgeschriebenen Kapitalquoten für die in Kroatien tätigen Banken um zwei weitere Prozentpunkte auf elf Prozent zu senken.
Nach Angaben der Zeitung "Poslovni dnevnik" würden dadurch mehrere Milliarden Kuna an Geldern frei werden. Bisher wurde die Quote mehrmals gesenkt, woraufhin die Banken dem Staat Kredite bereitstellten. Für heuer rechnet Rohatinski mit einer Zunahme der Kredite um sechs Prozent, wobei an den Staat um zehn Prozent und an andere Sektoren um fünf Prozent mehr Darlehen vergeben werden könnten. Weiteres Problem sei der erhöhte Refinanzierungsbedarf des Staates in der Höhe von sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukt (BIP).
Heimische Banken haben 25 Milliarden offen
2009 sanken die Importe um 25 Prozent, die Exporte um 19 Prozent und die ausländischen Direktinvestitionen um die Hälfte. Das Budgetdefizit sank zwar von 9,2 auf 5,2 Prozent des BIP – doch die Auslandsschulden stiegen von 83 Prozent auf fast 100 Prozent des BIP, so Rohatinski. Daher sei es unwahrscheinlich, dass das Defizit heuer reduziert werden könnte.Kroatien ist auch für die heimischen Banken ein wichtiger Markt: Laut den letzten verfügbaren Zahlen von Ende September 2009 hatten Österreichs Geldinstitute Forderungen in Höhe von mehr als 25 Milliarden Euro offen.
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