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Volvo Ocean Race: Ericsson 3 gewinnt fünfte Etappe
Die schwedische Ericsson3 gewinnt die fünfte Etappe des Volvo Ocean Race und damit die längste der zehn Einzelrennen um die Welt. Mit nur zwei Knoten Fahrt im Schiff wurde das Finale vor Rio, nach über 40 Tagen auf See, zum Nervenkrieg.
Dicht hinter der Ericsson 3 folgen ihr Schwesterschiff Ericsson 4 vor der Puma il mostro. 12.300 Meilen waren es von Qingdao (China) bis zur Copacabana in Brasilien. In Zeit ausgedrückt: 40 Tage und etwa 5 Stunden. Eine Etappe voller Entbehrungen für die Crews der fünf in diesem Rennen befindlichen Yachten. Flaute, Sturm, Hitze und Kälte nagten an den Kräften und fanden ihren Abschluss in einem nervenaufreibenden Finale vor Rio. Seit Tagen dümpelte die Ericsson 3 von Skipper Magnus Olsson zusammen mit ihren Teamkollegen der Ericsson 4 bei leichten Winden vor der brasilianischen Küste.
Gerade zwei Knoten lief die Ericsson in den letzten Stunden vor dem Zieleingang. Um die letzten taktischen Schläge der Konkurrenz nicht Preis zugeben, hatten die Ericsson 3 und 4 in den letzten 24 Stunden vor Rio den sogenannten „Stealth-Modus" gewählt, sich quasi eine Tarnkappe übergezogen. Ihre Positionen verschwanden für diese Zeit von den Bildschirmen der Konkurrenz und der Zuschauer im Internet, um praktisch unerkannt die letzten Windfelder zu nutzen.
Schon recht früh im Laufe der fünften Etappe überraschte Magnus Olsson bereits die Konkurrenz mit einem kleinen Husarenkunststück. Am ersten Wertungs-Gate vor Neuseeland wählte die Ericsson 3 einen extrem nördlichen Kurs, statt wie die Konkurrenz weiter im Süden den kürzesten Weg zum Kap Horn zu suchen. „Wenn Olsson damit die Etappe gewinnt, stellt das alle taktischen Grundregeln für einen Rennen im Südpazifik auf den Kopf", schüttelte die Konkurrenz den Kopf.
Doch schon bald zahlte sich der Ausbruchsversuch vom Feld für die Ericsson 3 aus. Mit mehr Wind und damit besserer Bootsgeschwindigkeit übernahm Olsson die Führung und gab sie bis Rio nicht mehr her. Dabei war die Erisson 3 nach einem Materialschaden erst in Qingdao eingelaufen, als die Konkurrenz bereits zwei Stunden auf dem Weg nach Rio war. Mit sieben Stunden Verspätung (nach kurzer Proviantierung) ging Mats Olsson ins Rennen. Nun erreichten die Erisson3 als Erste das Ziel. Das zählt zu den geschichten, die nur der Sport bieten kann.
www.volvooceanrace.org
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