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Wirtschaft: Hanseyachts geht unter

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 Hanseyachts aus Greifswald gehört zu den fünf größten Yachtbauern in der Welt. Nach der Düsseldorfer Bootsmesse im Januar wurden Hoffnungen auf bessere Zeiten geweckt, die erscheinen angesichts der vorgelegten Halbjahreszahlen in weite Ferne gerückt zu sein.

Die Börse strafte das Zahlenwerk und den Ausblick mit einem Kursrutsch von über 30 Prozent auf ein neues Allzeittief ab. Zu Unrecht, sagt Christian Gerstenberger, bei Hanseyachts zuständig für die Finanzkommunikation. „Die Liquiditätslage ist immer noch komfortabel“, sagte er weiter. Zum Stichtag 31.Januar seien noch sieben bis acht Millionen liquide Mittel in den Kassen gewesen, sagte er weiter. Die Eigenkapitalquote liege immer noch bei 70 Prozent. „Wir sehen uns gut aufgestellt“, sagte Gerstenberger und verwies weiter darauf, dass die kommunizierten Maßnahmen erst jetzt Wirkung entfalten könnten.

 

Umsatz eingebrochen

Hanseyachts hatte mit den Erlösen aus dem Börsengang die Kapazitäten aufgebaut und damit auch einen großen Fixkostenblock. Der verhagelt natürlich das Ergebnis, wenn der Umsatz, wie im ersten Halbjahr 2008/09 geschehen regelrecht einbricht. Die Bootsbauer mussten ein Umsatzminus von 58 Prozent hinnehmen auf 21 Millionen Euro. Das EBIT liegt bei knapp Minus zehn Millionen Euro. Zu den Maßnahmen gehören auch Personalabbau und Kurzarbeit. Den Vertrieb habe man aber nicht verkleinert, im Gegenteil, sagte Gerstenberger.

 

Keine Preisschlacht

"Wir verkaufen lieber ein Boot nicht, als mit einem Verkauf Geld zu verlieren." An diesem Glaubenssatz hält das Unternehmen weiterhin fest. Der endgültige Halbjahresbericht wird am 26.März vorgestellt. Dann könne man sich ein komplettes Bild über den Zustand des Unternehmens machen. Zu den Kurskapriolen und zur Kursentwicklung wollte man sich nicht äußern. Man halte aber daran fest, dass die Börse das Unternehmen nicht richtig bewerte. Die Marktkapitalisierung von Hanseyachts liegt bei knapp 17 Millionen Euro, das sei viel zu wenig. Das Papier kostet unter drei Euro. Derzeit gibt es keinen Grund, der für die Aktie spricht.

 

EP/AK

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