Italienischer Minister will "kultiviertere" Touristen

Busse voller Reisegruppen, Touristen, die ihre Füße in öffentlichen Brunnen waschen und nur in Venedig, Rom oder Florenz die Sehenswürdigkeiten abhaken: Der italienische Kulturminister will einen «kultivierteren» Tourismus in Italien. «Mich interessiert nicht der Tourist, der vom Kreuzfahrtschiff steigt, sich zu einem Outlet führen lässt und ein Foto vom Kolosseum macht und abreist», sagte Dario Franceschini der Zeitung «La Repubblica» (Mittwoch). Er strebe einen Tourismus «der Exzellenz» an.

So sollten zum Beispiel weniger bekannte Sehenswürdigkeiten abseits der Achse Venedig-Florenz-Rom sowie Kulturangebote gefördert werden. Aber auch in den Touristenstädten gebe es Kunstschätze, die wenige Menschen besichtigen würden. In Apulien werde daneben zum Heiligen Jahr, das Papst Franziskus ab Ende 2015 ausgerufen hat, ein Pilgerweg eingeweiht, der mit dem nach Santiago de Compostela in Spanien mithalten könne, so Franceschini.

Foto: www.pixelio.de/ Rainer Sturm

Brand auf Adria-Fähre vor Bari

Vor der italienischen Adria-Küste ist eine Fähre in Brand geraten. Auf dem Schiff «Francesca» mit etwa 250 Menschen an Bord brach in der Nacht zu Mittwoch auf dem Weg von der Hafenstadt Bari nach Albanien ein Feuer aus. Es gehe allen an Bord gut, niemand sei verletzt worden, sagte der Chef der Hafenbehörde der Nachrichtenagentur Ansa in Bari. Das Feuer konnte gelöscht werden.

 

Die Fähre der Linie Adria Ferries wurde in den Hafen der süditalienischen Stadt geschleppt. Das Feuer war vermutlich im Maschinenraum ausgebrochen. Die meisten der etwa 200 Passagiere stammen laut Hafenbehörde aus Albanien. Sie sollen mit einem anderen Schiff in die albanische Hafenstadt Durrës gebracht werden.

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"Costa Concordia" wird zum endgültigen Verschrotten geschleppt

Das Unglückschiff «Costa Concordia» tritt nun endgültig die letzte Reise an. Das Kreuzfahrtwrack sollte innerhalb des Hafens von Genua zum Verschrotten geschleppt werden. Am Montag gaben die Behörden den Startschuss für die komplizierte Abschleppaktion. Dabei wird das fast 300 Meter lange Wrack knapp 20 Kilometer durch den Hafen der norditalienischen Stadt transportiert.

Bei dem Unglück vor rund dreieinhalb Jahren war die «Costa Concordia» vor der Insel Giglio auf eine Felsen gefahren und gekentert. 32 Menschen starben, darunter 12 Deutsche. Vor zehn Monaten wurde das Schiff von Giglio nach Genua gebracht. Dort wurde nach Angaben des Recycling-Konsortiums seitdem die Einrichtung und andere Gegenstände von Bord entfernt, um das Wrack bis zu 10 000 Tonnen leichter für den Transport durch den Hafen zu machen.

Foto: www.pixelio.de/ Bildpixel

Frauscher erhält Auszeichnung

Das neue Flagschiff von Frauscher - die Frauscher 747 Mirage Air - hat die Auszeichnung "Adriatic Boat of the Year 2015" erhalten. Diese Auszeichnung wurde der Bootswerft im Rahmen der Internautica in Portoroz verliehen, wobei der Award in sechs verschiedenen Kategorien vergeben wird.

Die Frauscher 747 Mirage Air, die Frauscher 858 Fantom sowie die 747 Mirage können vom 29. bis 31. Mai 2015 in Portopiccolo, einem pittoresken Hafen zwischen Venedig und Triest getestet werden. Bei Interesse ist eine Anmeldung unter This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. möglich.

Foto: www.pixelio.de/ Joujou

Bergungsspezialist erhält Meerespreis für "Costa Concordia"-Einsatz

Für seinen Einsatz am Wrack der «Costa Concordia» ist der südafrikanische Bergungsspezialist Nicholas Sloane mit dem Deutschen Meerespreis geehrt worden. Er nahm die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung am Montag in Kiel entgegen. Das Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung und die Deutsche Bank würdigten damit den Einsatz Sloanes (53) bei den 30-monatigen Bergungsarbeiten am Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia». Das Schiff war im Januar 2012 mit mehr als 4000 Menschen an Bord vor der italienischen Insel Giglio auf Grund gelaufen.

«Das Unglück der «Costa Concordia» zeigt uns, wie schnell und verheerend sich menschliche Fehler gerade auf den Weltmeeren auswirken können», sagte Geomar-Direktor Peter Herzig. «Nick Sloane hat mit seinem Team nicht nur eine riesige technische Herausforderung erfolgreich bewältigt, sondern auch einen immensen Umweltschaden vor der italienischen Küste vermieden.»

Die «Costa Concordia» war mit 65 Grad Schlagseite auf einen Felsen gesunken. 32 Menschen starben bei dem Unglück, darunter 12 Deutsche. Die von Sloane organisierte Bergungsaktion mit mehr als 500 Mitarbeitern dauerte zweieinhalb Jahre und kostete 1,5 Milliarden Euro. Der Einsatz endete im Sommer 2014 mit dem Eintreffen des aufgerichteten Schiffwracks in der italienischen Hafenstadt Genua.

Foto: www.pixelio.de/Marlies Schwarzin