Verkehr: Freie Fahrt zur Urlaubszeit

Auch in diesem Jahr werden laut ADAC europaweit einige wichtige Autobahnabschnitte fertig gestellt. So wird in Österreich vermutlich im Juni die zweite Röhre des Tauerntunnels (Tauernautobahn A10) für den Verkehr frei gegeben. Am Verkehrsaufkommen dürfte sich dennoch nichts ändern, da der Gegenverkehr, der bislang durch die alte Röhre rollte, nun ebenfalls in die neue Röhre umgeleitet wird. Erst im Juni 2011 stehen laut Aussage des ADAC beide Röhren zur Verfügung.

Ebenfalls im Juni wird in Slowenien die Autobahn zwischen Ljubljana und dem Grenzübergang Obrezje (Kroatien) freigegeben. Dank der Fertigstellung des noch fehlenden 15 Kilometer langen Teilstücks besteht dann erstmals eine durchgehende Autobahnverbindung zwischen Slowenien und Kroatien.

In Kroatien selbst soll vermutlich noch vor der Hauptreisezeit im Sommer die Küstenautobahn A1 (Zagreb – Split – Dubrovnik) um weitere 20 Kilometer verlängert werden. Das Autobahnende ist dann künftig bei Ploce.

 

ADAC/AN

Boot 2010: Das teuerste Schiff

Die Elegance 122 ist mit rund 12,3 Millionen Euro das teuerste Schiff, das bei der größten Wassersportmesse zu sehen ist. Die Yacht der Firma Drettmann besticht durch eine klare, elegante Inneneinrichtung. Keine Frage, der griechische Eigner hat Geschmack ­ und Geld. Sonst könnte er sich die Elegance 122 nicht leisten. 12,3 Millionen Euro kostet die Luxusyacht, die künftig den Namen Espresso trägt. Wen wundert‘s, der Besitzer ist Kaffeehändler.

Damit ist die Luxusyacht das teuerste Schiff, das bei der „boot” zu sehen ist. Und mit einer Länge von 37,19 Meter und einer Breite von 7,98 Meter das zweitgrößte Schiff, das je in den 41 Messejahren gezeigt wurde. Vor 20 Monaten hat der Grieche bei der Drettmann-Werft in Bremen seine „Espresso” bestellt und dabei seine Wünsche für die Inneneinrichtung geäußert. Die besticht durch eine klare, elegante Linie in Naturtönen, möglichst Ton in Ton.  

Schon der Salon beeindruckt mit seinen bequemen Sofas und dem großen Tisch, an dem locker acht bis zehn Personen Platz haben können. Schließlich gibt es auch fünf Schlafzimmer auf dem Ober- und Unterdeck, plus drei weitere Kabinen ­ für die Crew und den Kapitän.

Denn wer eine Yacht dieser Größenordnung besitzt, der benötigt Personal. Allein schon in der Küche. Ganz in hellem Grau gehalten, verfügt sie nur über edle Geräte von Gaggenau ­ vom Backofen bis zum amerikanischen Kühlschrank. Auch die edle Espresso-Maschine darf nicht fehlen. Da Kochen alleine langweilig ist, existiert noch ein eingebauter Flachbild-Fernseher.

Luxus pur

Fernseher gibt es übrigens an Bord in allen Größen und in jedem Raum. In der Eigner-Kabine kommt er auf Knopfdruck aus einer Vitrine herausgefahren, so dass der Kaffeehändler vom breiten Bett aus Fernsehen kann. Und er muss nur sechs Stufen hinunter gehen, um in das offene Bad mit Whirlpool und einer riesigen Regenwalddusche zu gelangen. Schlicht ist das Badzimmer, ganz in Weiß, Chrom und hellem Holz gehalten ist.

Geweißte Eiche dominiert in allen Räumen und an Deck. Mit Ausnahme des Bodens, der besteht aus Teak. Ein Holz, das der Eigner auch für seine Designer-Liegestühle gewählt hat, schließlich sollen sich die Gäste wohlfühlen, wenn sie sich sonnen oder einen Drink an der Bar einnehmen. Von dort hat man übrigens einen Blick auf die Brücke. Dort manövriert der Kapitän 152 Tonnen mit Hilfe von zwei MTU-Maschinen à 370 PS.

Auch wenn die Besucher der „boot” mit der Elegance 122 nicht fahren werden. Einen Blick können sie dennoch darauf werfen. Die Firma Drettmann lässt auch Nicht-Käufer an Bord. Sie sollten sich vorher nur bei den Hostessen in Halle 6 Stand E 27 bis D 27 anmelden.

EU: Versagt die EU- Kommission bei den Beitrittskandidaten Kroatien und Mazedonien?

 Im Europaparlament und in führenden deutschen Medien wird seit dem überraschenden Rücktritt des kroatischen Premierministers Ivo Sanader am 1.Juli 2009 deutliche Kritik an der ziellos agierenden EU-Kommission geübt. Der entschiedene Europäer Sanader (HDZ-Christdemokraten) hat nach Zeitungsberichten auch die Tatenlosigkeit der EU im Streitfall Sloveniens mit Kroatiens um die Seegrenze in der Adria als Grund für seinen Rücktrittt angeführt.

Der zuständige EU-Erweiterungskommissar Oli Rehn hatte sich davor nach einen Vermittlungsversuch, der von Kroatien angenommen, von Slowenien aber abgelehnt wurde, da er nicht die Mazimalforderung der slowenischen Seite beinhaltete, mit dem Argument aus den Streit zurückgezogen, daß dies ein bilaterales Problem zwischen den beiden Staaten sei. Ein Argument, das in Mazedonien leider allzugut bekannt und zu oft von Seiten der Kommission, aber auch Politikern einzelner EU-Staaten geäußert wurde.

„Bilateral lösen“ heisst faktisch, dass im Streit mit einen Kandidatenland involvierte EU-Länder die Bedingungen für den Beitritt diktieren können. Rücksichten auf Prinzipien der Europäischen Union oder internationales Recht müssen die EU-Mitglieder dabei nicht nehmen siehe aktuell Slowenien oder, seit zwei Jahrzehnten, Griechenland.

Slowenien verlangt eine Änderung der Grenze mit Kroatien, was dem seit 1991 von der EU als Mantra wiederholten Grundsatz „keine Veränderung von Grenzen im ehemaligen Jugoslawien“ diametral entgegenläuft. Und Griechenland darf ohne Widerspruch der EU-Kommission fundamentale Prinzipien des internationalen Zusammenlebens mißachten und das Recht auf Selbstbestimmung, kulturelle Identität und Sprache des Nachbarlandes Mazedonien in Frage stellen.

Solange die EU Kommission in beiden Fällen „wie Pontius Pilatus agiert“, wie der außenpolitische Sprecher der CSU-Gruppe im Europaparlament, der Münchener Europaabgeordnete Bernd Posselt nach dem Rücktritt von Ivo Sanader kritisierte, ist die Erweiterungsfähigkeit der EU und damit die entgültige Vereinigung Südosteuropas mit der EU gefährdet.

Und zwar nicht durch Überdehnung, finanzielle Probleme oder fehlende innere Kohäsion der EU-Staaten, sondern durch das mangelnde politische Geschick und den fehlenden politischen Durchsetzungswillen des EU-Führungspersonals. Nach der Europawahl und den Sieg der Christdemokraten wird auch in der Kommision ein personeller Wechsel in wichtigen Positionen wie der Außen- und Sicherheitspolitik erwartet.

Es gilt zu hoffen, daß die neue Kommission gestärkt durch das Verabschieden des Lissabon-Vertrages und mit besseren Führungspersonal energischer und mutiger an diese Aufgaben geht. Mit dem französischen Politiker Michel Barnier (RPM-Christdemokraten) gibt es einen sehr fähigen Nachfolger für Javier Solana (PSE-Sozialisten) und es steht zu hoffen, dass auch das Erweiterungsressort neu besetzt wird.

 

Andreas Raab

 

namentlich gekenzeichnete Beiträge stelle nicht die Meinung der Redaktion dar, sondern sind eine pwersönliche Einschätzung des jeweiligen Authors.

Boot 2010: "360 Grad Wassersport erleben"

„360° Wassersport erleben“, so das Motto der „boot“ in Düsseldorf, die heute ihre Pforten öffnet und 14 Themen- und Erlebniswelten präsentiert.

Um die Freude am Wassersport  zu wecken, hat sich die Messe einiges einfallen lassen. So haben ein neues Schnuppertauchbecken und ein Trendsport-Aktionsbecken Einzug gehalten. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig noch mehr zu tun, um den Messebesuch zum Erlebnis zu machen“, meint  Goetz-Ulf Jungmichel, Direktor der boot Düsseldorf.

 

Umdenken bei Bootswerften

Auch habe ein Prozess des Umdenkens bei den Bootswerften begonnen ist die Einschätzung von Jürgen Tracht, Geschäftsführer des Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW). Demzufolge entwickelt die Branche neue bezahlbare Bootskonzepte für junge Familien und will damit den Einstieg in den Bootsport fördern.

1.550 Aussteller aus mehr als 50 Ländern werden die ganze Welt des Wassersports präsentieren und Lust auf Sommer, Sonne, Wind, Wellen und Meer machen. Das Angebot reicht vom Angelhaken bis zur Großyacht.

 Bei aller Sparsamkeit: Große Yachten sind das Markenzeichen der Messe. Die Lage am Rhein und eine Rampe, über die schwere Yachten transportiert werden können, machen es möglich. Auch wenn die schönen Schiffe der Luxusklasse nur für wenige Menschen erschwinglich sind, so kann sich doch kaum ein Besucher ihrer Faszination entziehen. Zwei Beispiele: Erstmals auf dem europäischen Festland zeigt Oyster die Segelyacht 575 (17,99 m). Mit ihren vier Kabinen ist sie als Familienyacht gedacht, eine der beiden Etagenbettkabinen könnte aber auch einer zweiköpfigen Besatzung zugeteilt werden (Halle 16).

Die Elegance 122 RPH (37,19 m) der Drettmann Group (Bremen), ist in diesem Jahr die Größte und eine Weltpremiere. Der Dreidecker zeichnet sich durch eine luxuriöse Inneneinrichtung aus. Die beiden MTU 16 Zylinder entfalten zusammen 7.300 PS (Halle 6)

Aber nicht nur die großen seegängigen Yachten sind zu sehen, denn kleine Sportboote sind beliebt bei Einsteigern und bei Leuten, die keinen festen Liegeplatz haben oder die ihr Boot auf dem Anhänger immer mal wieder zu einem anderen Revier trailern möchten. Offene Sportboote sind Schönwetterboote, das Angebot fast unüberschaubar.

Auch klassisches Design und der Retro-Look kombiniert mit aktuellster Technik erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Im Stil der Gentlemens Runner aus den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts entstand die Frauscher 717 GT aus Österreich (Halle 5). De Boarnstream aus den Niederlanden zeigt zum ersten Mal die Boarncruiser 50‘ Retro Line (14,99 m). Innen wirkt sie elegant und erinnert gar nicht mehr an die schlichten holländischen Stahlbauten der 70er Jahre (Halle 15).

Hochzeit in Neopren

Wer den berühmten „schönsten Tag im Leben“ unter Wasser zelebrieren wollte, musste sich bisher mit konventionellen Tauchanzügen und einigen wenigen Accessoires bescheiden. Dennoch liegen Unterwasser-Hochzeiten in Taucherkreisen voll im Trend. Hersteller Beluga wird erstmalig ein tauchbares Hochzeitsoutfit für sie und ihn präsentieren, das den Wunsch nach einer Traumhochzeit in Neopren Wirklichkeit werden lässt.

 

Boot 2010, Internationale Bootsausstellung Düsseldorf, 23. - 31.1.2010, Messegelände, täglich 10 bis 18 Uhr.

Tageskarten: Erwachsene 15 EUR, Mo. - Fr. ab 15 Uhr 9 EUR, Schüler, Studenten, Auszubildende, Rentner, Schwerbehinderte 10 EUR, Kinder bis 6 Jahre frei. 2-Tageskarten: Erwachsene 23 EUR. www.boot.de

Umwelt: Kroatien verbietet Delfinhaltung

 Das kroatische Kulturministerium hat per Gesetz die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft verboten. Ausnahmebewilligungen können nur dann erteilt werden, wenn es sich um verletzte Tiere handelt, die ausschließlich zum Zwecke der Rehabilitation und erneuten Auswilderung vorübergehend aufbewahrt werden.

 

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