Kroatien: Weisser Hai vor Zirje

Eine Begegnung der schaurigen Art machte vor kurzem der Moderator des größten österreichischen Internet-Forums rund ums Thema Fischerei. Salmo-Salar, wie sich der Petrijünger im Netz nennt, war zu einem Angel-Trip nahe der Kornaten - einer kroatischen Inselgruppe westlich von Split - aufgebrochen.

 

Sechs Meter langer Hai

Der Kärntner und seine Begleiter bekamen jedoch unliebsame Gesellschaft, wie er in einem Internet-Posting beschreibt: „Auf dem Weg von Zirje nach Svetac haben wir dicht hinter unserem Boot einen Weißen Hai mit ungefähr sechs Metern Länge gesichtet. Er hat uns verfolgt. Dann ist keiner von uns mehr ins Wasser gegangen“, berichtete Salmo-Salar im Netz. Der Profi-Angler bekräftigte gegenüber anderen Foren-Nutzern: „Das ist kein Witz, es wird wegen touristischen Belangen totgeschwiegen, aber die Haie gibt es dort draußen.“

 

Taucher gebissen und verletzt

Dass immer wieder potenziell gefährliche Raubfische die beliebten Küsten entlang der östlichen Adria unsicher machen, kann ein Slowene bezeugen, der im Oktober des Vorjahres bei der Insel Vis von einem fünf Meter langen Weißen Hai attackiert worden war. Der 43-jährige Taucher hatte den Fehler gemacht, harpunierte blutende Fische an seinen Gürtel zu binden. Der Hai schnappte danach und biss den Mann ins Bein. Der Slowene überlebte knapp. Insgesamt gab es in der Adria in den letzten 70 Jahren fünf tödliche Hai-Attacken.

Computer: Kapitän auf grosser Fahrt

Für Freizeitkapitäne, die einmal ein wirklich großes Schiff in einem beliebigen Hafen auf der Erde steuern wollen, gibt es jetzt ein kostenloses Programm, das man sich als Plug-In zu dem bereits installierten Google Earth herunterladen kann.

 

 Diverse Schiffstypen wählbar

Zurzeit sind sechs verschiedene Schiffe und sogar ein Luftschiff auswählbar. Ozeanliner, Containerfrachter oder Tankschiff in jedem beliebigen Hafen der Google Earth Welt zu steuern, ermöglicht ein kleines und vor allem kostenloses Zusatzprogramm, das auf dem Computermonitor die Kommandobrücke erscheinen lässt. Mit einfacher Steuerung kann man die Kontrolle über die teilweise nicht leicht steuerbaren Ozeanriesen übernehmen. Bei dem Programm handelt es sich um die sogenannte Alpha-Version, mit der die Entwickler auf ihr geniales Produkt aufmerksam machen und auf diesem Weg eventuelle Investoren buchstäblich an Bord holen wollen. Die Steuerung beschränkt sich auf die rudimentären Möglichkeiten die man auch von richtigen Schiffen kennt.

 

 Vollwertiges "Instrumentenboard"

Zur Kontrolle der Manöver kann man sowohl den Kompass, eine Geschwindigkeitsanzeige und die, besonders hilfreiche Ruderstandanzeige nutzen. Zusätzlich gibt es eine Tankanzeige, ein Instrument, das die Richtung und die Geschwindigkeit der Drehung des Schiffes sichtbar macht ein Signalhorn und einen Schalter der den Anker rasselnd fallen lässt. Gesteuert wird mit den Pfeiltasten und der Maus. Vor Kollisionen muss man sich hier nicht fürchten, weil in dieser Programmversion Küsten oder Hafenanlagen noch nicht als Hindernisse definiert wurden.

 

 Rotterdam Standard aber viele Optionen

Der vorprogrammierte Heimathafen aller Schiffe ist die riesige Industriehafenanlage von Rotterdam, mit einfachem Mausklick kann man aber sogar ein riesiges Containerschiff wie die Emma Maersk oder die Queen Mary 2 mitten in die idyllische Inselwelt der Kornaten oder sogar auf die Neue Donau in Wien setzen. Auf www.planetinaction.com kann man das Plug-In unter „Ships“ und dem grünen Button „Play now“ gratis herunterladen. Um es zu aktivieren muss es nur noch installiert werden und eventuell die Berechtigung zur Ausführung der Programmelemente gegeben werden.

 

  download: www.planetinaction.com

 

 

Spanien: Segeln um Mallorca, liegen in Barcelona

 Liegeplätze auf Mallorca sind, und bleiben auch auf Dauer, knapp und teuer. Die Alternative zu einem festen Liegeplatz auf Mallorca zeigt Tom Eugster von AB Yachtcharters in Llucmajor auf:

Zumindest für größere Boote ist ein fester Liegeplatz auf der Insel gar nicht erforderlich, sofern man auf seiner Yacht nur die Ferien verbringen will. Aus seiner langjährigen Erfahrung im Nautikbereich weiß er, dass viele Eigner ihr Boot nicht länger als ein paar Wochen im Jahr nutzten: Warum denn dann das ganze Jahr über einen sündhaft teuren Liegeplatz in einer mallorquinischen Marina bezahlen, wenn es gegenüber auf dem Festland für deutlich weniger Geld einen ebenbürtigen, wenn nicht sogar besseren Hafen gibt?

Für ein Schiff in der Größenordnung von um die 18 Meter, rechnet der 49-jährige Schweizer vor, fielen im Real Club Natico in Palma pro Jahr Liegeplatzgebühren von rund 23.000 Euro an. Ein vergleichbarer Liegeplatz, nur eine halbe Auto-Stunde von Barcelona entfernt, koste nicht einmal 9.000 Euro jährlich. Und selbst für einen Platz im Hafen der katalonischen Metropole würde nicht einmal die Hälfte von dem verlangt, was in Palma gefordert werde. Wir bekommen immer wieder Anfragen von Kunden, die einen Liegeplatz suchen. Und wir versuchen ihnen so gut wie möglich weiter zu helfen. Aber hier auf Mallorca muss man ja schon betteln, um überhaupt eine Preisauskunft von den Yachthäfen zu bekommen. Von einem Liegeplatz mal ganz zu schweigen.

Das sei auf dem Festland anders. Dort gebe es noch Potenzial. Selbst in Sitges, dem absoluten In-Hafen, der hinsichtlich seiner Infrastruktur sowie den Shopping- und Ausgehmöglichkeiten durchaus mit Puerto Portals vergleichbar ist, läuft in Sachen Liegeplatz alles relaxt und mit einer vernünftigen Relation von Preis und Leistung.

Dass die Balearen ein Toprevier für Segelschiffe und Motoryachten sind, das im westlichen Mittelmeer nur schwer zu toppen ist, weiß natürlich auch Eugster. Das eine schließt das andere nicht aus. Die drei Festland-Häfen, zu denen er Kontakt habe, seien gerade einmal 120 Seemeilen entfernt. Diese Distanz sei problemlos an einem Tag zurückzulegen. Wir können den Eignern ein Komplettpaket für ihr Boot anbieten und es ihnen, wann immer gewünscht und perfekt für einen Törn vorbereitet, an jeden Hafen auf den Balearen bringen.

Segelschiffe, so der Berufsskipper, der schon weit über 100.000 Seemeilen auf den unterschiedlichsten Yachten zurückgelegt hat, würden selbstverständlich segelnderweise überführt, um die Kosten so gering wie möglich zu halten. Der Urlaub kann so gleich am ersten Tag beginnen. Natürlich könne der Eigner auch selbst alle Vorbereitungen treffen und mit seinem Boot eigenständig vom Festland aus seine Lieblingsbuchten in Mallorca, Menorca, Ibiza oder Formentera ansteuern.

Dann gilt unser Betreuungspaket natürlich auch in die umgekehrte Richtung. Wir bringen das Boot zu jeder Zeit wieder in seinen Basis-Hafen zurück und führen dort auch alle nach einer Fahrt erforderlichen Wartungsarbeiten durch.

 

Quelle: Mallorca-Zeitung/Eiferle

EU: Wo Verkehrssünder ungestraft bleiben

 Seit Jahren wird in der EU darum gerungen, Verkehrssünder "senza confini" abzustrafen: In der Praxis fällt die Strafverfolgung jedoch überall anders aus. So mancher ausländische Strafzettel lässt sich so einfach ignorieren.

 

Schwere Vergehen werden EU-weit geahndet

Es hat einen langen, imposanten Namen: das Verwaltungsvollstreckungs-übereinkommen der EU. Allerdings bezieht es sich auf Geldstrafen über 70 Euro. Das heißt, hohe Strafen für Verkehrsdelikte, die in einem EU-Land verhängt werden, werden auch in Österreich eingefordert. Seit Jahren wird in der EU darum gerungen, Verkehrsstrafen zu vereinheitlichen und Verkehrssünder grenzüberschreitend zu verfolgen und zu bestrafen - allerdings mit unterschiedlichem Erfolg. Deutschland und Österreich halten sich schon daran, andere Staaten wie Italien und Slowenien noch nicht. Das hat zur Folge, dass Autofahrer dieser Länder bei uns oft ungestraft bleiben, sofern sie nicht an Ort und Stelle angehalten werden. Aber auch Österreicher gehen im umgekehrten Fall sehr oft straffrei aus.

 

Kein Vollstreckungsabkommen mit Italien

Wer in Italien ein Strafmandat unter seinem Scheibenwischer findet, das unter 70 Euro liegt, kann es eigentlich ignorieren, ínformiert Albert Krainer von der Verkehrsabteilung des Landes Kärnten im Morgenjournal am Sonntag. "Das bedeutet, unter 70 Euro braucht man auch in Italien keine Sorge haben. Österreich hat mit Italien zwar ein Zustellabkommen, aber kein Vollstreckungsabkommen".

 

Achtung: Strafen bleiben gespeichert

Sollte jemand jedoch öfter nach Italien reisen, dann heißt es Achtung: Die italienischen Behörden speichern alle Verwaltungsstrafen im Polizeicomputer. Zahlt man das Strafmandat unter 70 Euro nicht ein, fällt das den Beamten auf, wenn man noch einmal eine Strafe kassiert. Obwohl die Wahrscheinlichkeit, zweimal in derselben Stadt als Verkehrssünder ertappt zu werden, sehr gering ist.

 

Bescheide in Slowenisch sind "ignorierbar"

In Slowenien sei die Situation doch komplizierter, sagte Krainer, "da Slowenien seine Strafbescheide ausschließlich in slowenischer Sprache zustellt, die EU-Vorgaben jedoch eine Ausstellung in der Empfängersprache verlangen, braucht sich der Autofahrer keine Sorgen machen, es sei denn, er wird vor Ort angehalten". Hier sind die Strafen nämlich empfindlich höher als in Österreich und Deutschland: Diese liegen etwa dreimal höher als österreichische Organstrafmandate.

Allerdings gibt es in Slowenien den Behördenrabatt, das heißt, wenn man die Strafe gleich bezahlt, ist nur die Hälfte zu bezahlen.

 

Gleiche Regeln, andere Sitten

Deutschland bildet eine Ausnahme: Hier gibt es schon seit Jahren ein Abkommen mit Österreich. Das heißt, Strafen in jeder Höher werden eingefordert. Die selbe Regelung gibt es auch mit Ungarn, vorerst jedoch nur auf dem Papier. Denn das Innenministerium hat festgestellt, dass bisher noch keine einzige Verkehrsstrafe, die ein Österreicher in Ungarn erhalten und nicht gezahlt hat, hierzulande eingetrieben wurde.

 

Quelle: ÖAMTC

Kroatien: Update: Offizielle Liste der anerkannten Bootsführerscheine

Update: Aufgrund vieler Anfragen an die Redaktion von AdriaNews, welche Bootsscheine jetzt in Kroatien offiziell anerkannt sind, veröffentlichen wir hier die Liste  der anerkannten Befähigungsnachweise durch die kroatische Regierung.

 

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