Motorradurlaub in Kroatien – mit dem Motorrad entlang der kroatischen Küste

motorrad-tour-kroatien-01Mit seinen insgesamt 1.244 Inseln, kleinen Eilanden und aus dem Adriatischen Meer heraus ragenden Felsen besitzt die kroatische Küste eine beeindruckende Gesamtlänge von sage und schreibe 6.176 Kilometern. Vergleicht man damit die lediglich knapp 500 Kilometer Küste des mit gut 500.000 Km² Fläche fast 10 Mal so großen Spaniens, so wird einem schnell bewusst, wie extrem zerklüftet und von unzähligen Archipeln durchsetzt sich die entsprechenden Abschnitte zwischen der etwa 13.000 Einwohnergrenzstadt Umag an der Nordwest-Küste Istriens nahe der slowenischen Grenze und der altehrwürdigen UNESCO-Weltkulturerbestätte der Stadt Dubrovnik an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina ihren Besuchern präsentieren.

Selbstredend lassen sich bei Weitem nicht alle kroatischen Küsten weder mit dem Auto noch mit dem Motorrad befahren, denn trotz des im europäischen Vergleich massiv expandierenden Autobahn- und Straßenbau im Land bleiben viele Teilstücke auf dem Festland und den Inseln aus geografischen Gründen schlicht und ergreifend nahezu oder auch vollständig unzugänglich – weil nicht erschließbar. Über die dennoch zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, das speziell im Sommer nahezu unwirklich blau schimmernde Meer und den nicht weniger imposanten blauen Himmel über der Adriaküste von der eigenen Maschine aus zu bewundern, soll aber im Folgenden ein wenig geschrieben werden. Autoceste ist übrigens das kroatische Wort für Autobahn, mitunter ist auch noch der alte jugoslawische Ausdruck Autoput geläufig.

motorrad-tour-kroatien-02A7, A8, A9, die Europastraße 65, die Državna cesta D8 und die Jadranska Magistrala

Möchte man sich die Küste Kroatiens möglichst vollständig von Nord nach Süd und ggf. auch mit dem eigenen Motorrad zu Gemüte führen, dann empfiehlt sich zum Beispiel die Einreise via den Grenzübergang Kaštel an der slowenischen Grenze. Auf der A9 geht es dann über Umag und die kleine, auch für ihren Wein bekannte Hafenstadt Porec bis in die heutige Haupstadt der Gespanschaft Istrien und das schon seit ca. 7.000 Jahren besiedelte Pula.

Von dort kann man sich über kleinere Landstraßen wie die D 66 über Raša, Labin, Plomin, Lovran und Opatija bis nach Rijeka schlängeln. Wer es eiliger hat wählt aber wahrscheinlich die Autobahn A8 von Rovinj mit seinen schönen Stränden und vorgelagerten Inseln bis nach Matulji ca. 13 Kilometer nordwestlich von Rijeka.

Von dieser seit jeher multiethnisch und multikulturell geprägten Metropole ist eine häufige Wahl von reiselustigen Bikern die mit 658 Kilometern längste kroatische Nationalstraße Državna cesta D8 (Nationalstraße D8) Rijeka über Senj, Zadar, Šibenik, Split und Dubrovnik bis zur montenigrinischen Grenze. Die D8 ist der kroatische Teil der von vielen Experten als eine der weltweit schönsten Küstenstraßen eingeschätzten “Adriatischen Touristischen Straße” (Jadranska turisticka cesta oder Jadranska Magistrala), die auch durch Slowenien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro führt.

Auf historischem Terrain hingegen verkehrt die teils sich noch im Ausbau befindliche Autobahn A7 von Rijeka über Crikvenica, Senj und den schon seit der Antike wichtigen Verkehrsknotenpunkt Žuta Lokva, wo die alte, bereits von den Römern genutzte Salzstraße “Joszefina” einst kreuzte.

motorrad-tour-kroatien-03Türkises Meer, blauer Himmel, grüne Wälder und Felsen in allen Farben

Neben den unzähligen fantastischen Fernblicken und traumhaften landschaftlichen Panoramen über Berge, Brücken, Strände, Steilküsten, Serpentinen, Inseln, Feldern und Städten hält die Küste Kroatiens natürlich auch eine Unmenge an architektonischen und kulturellen Attraktionen parat, die einen Aufenthalt oder Abstecher definitiv lohnen.

Ein Zwischenstopp lohnt sich z.B. an der Bucht von Bakar, der Burg Nehaj in Senj, an der Mlaska Bucht, auf der Straße von Orebic nach Loviste, an der Bucht von Kaštela bis nach Split, bei der Inselwelt oberhalb Trogirs, bei den Felsformationen in Omis, an der Vrulja-Bucht, am Vrana-See, am Stonski Kanal, am Aussichtspunkt Krizic, oberhalb von Trpanj sowie an zahllosen weiteren Stellen…

UNESCO-Weltkultuerbe, Perle der Adria, Wasserball und Meeresorgel

Ganz im Norden begeistert etwa das vermutlich bereits im 2. Jahrhundert vor Christus errichtete und danach stetig ausgebaute Kastell von Trsat, dem Hausberg von Rijeka. Auch die Festung Nehaj im weiter südlichen Senj aus dem 16. Jahrhundert liegt pittoresk auf einer Anhöhe, die Stadt Zadar ist überregional bekannt für ihre seit dem Jahr 2005 im Hafen eigenständig musizierende Meeresorgel, bei der Wellen Musik erzeugen, Ausfahrten in die umliegenden fünf Nationalparks Krka, Paklenica, Nördlicher Velebit, Kornaten und Plitvicer Seen sind ebenfalls sehr reizvoll.

motorrad-tour-kroatien-04Zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört die Kathedrale des Heiligen Jakob aus der Mitte des 15. Jahrhunderts in der gut 50.000 Einwohnerstadt Šibenik, die malerische kleine Stadt gilt auch als das kroatische Wasserballzentrum. Split als zweitgrößte Stadt des Landes und inoffizielle Hauptstadt Dalmatiens gehört mit seiner Altstadt fast vollständig zum UNESCO-Weltkulturerbe. Weltberühmt ist etwa der Diokletianpalast aus der Zeit um 300 nach Christus sowie der Berg Marjan, der ein populäres Naherholungsgebiet ist. An der Flaniermeile und Uferpromenade von Split kann man herrlich schlendern und auch gut Fisch essen und ein Glas Wein trinken.

Eher unspektakulär, aber idyllisch gelegen zeigt sich das 3.000 Einwohnerstädtchen Opuzen nördlich von Dubrovnik. Dubrovnik selbst – auch die “Perle der Adria” genannt – mit ihren gut 43.000 Einwohnern gilt schon seit Jahrhunderten als das kulturelles Zentrum Kroatiens. Die komplette Altstadt samt der belebten und von Geschäften und Restaurants gesäumten Hauptstraße Stradun gehört schon seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Weitere empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten sind die einstige Millionärsvilla und die heutige Villa Šeherezada, die imposante Stadtmauer aus dem 7.Jahrhundert und die für ihre vielen schönen Strände und Badebuchten bekannte vorgelagerte Insel Lopud.



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