Italien: Riminis Renaissance

rimini1.jpgRimini, Riccione, Cattolica, Cesenatico, Bellaria - nahtlos

aneinandergereiht zu einem großen Strandbad. Sehnsuchtsziel deutscher

Urlauber in den 50er-Jahren. Jahrzehntelang Garanten für den perfekten

Italien-Urlaub. Die Badeorte an der Adria-Küste haben

Touristikgeschichte geschrieben. Bis, ja bis ihnen ferne Gestade mit

Exotikbonus den Rang abliefen. Denn allein mit Sonne und Sand lockt man

keine Urlauber mehr an.

Den stetig sinkenden Gästezahlen musste also grundlegend Neues

entgegengesetzt werden. Und so besann man sich einerseits auf seine

Tradition. Schließlich war Rimini schon vor einem Jahrhundert das

Seebad der High Society. Und andererseits auf Trends, die man nicht

länger ignorieren durfte.

 

Badeurlaub von Morgen

Um der Küste neuen touristischen Glanz zu verleihen, probt die Region um Rimini jetzt ein ganz anderes Adria-Image: trendig, abwechslungsreich und sogar ein bisschen edel.

So behaupten Rimini & Co. jetzt mutig, schon heute den rimini3.jpgBadeurlaub von morgen zu bieten. Vorbei also die Zeiten, wo man von morgens bis abends nur in der Sonne schmorte. Wer will, kann das zwar immer noch, allerdings mit Verstand. Zwar stehen am Strand Liegestühle und Sonnenschirme wie bisher ordentlich in Reih und Glied. Doch einige von ihnen sind zu supermodernen Hightechmodellen mutiert.

Die Liegen vom Bagno 136 in Riccione wurden beispielsweise mit Sensoren ausgestattet, die sich automatisch zu Sonne drehen. Trotzdem braucht niemand einen Sonnenbrand zu fürchten, denn allen Sonnenblenden wurden UV-Filter eingebaut. Moderne Technik auch an den Stränden bei Cesenatico, wo Sonnenanbeter bequem von der Strandliege aus mit ihrem Computer ins Netz gehen können.

 

Frauenspezifische Angebote

Ganz ohne Hightech kommt dagegen das Strandbad 134 von Riccione aus. Dort regiert Bademeister Fausto. Er ist im Sommer der uneingeschränkte Herr über 50 Liegen, die ausschließlich für weibliche Gäste reserviert sind. Tag für Tag spannt er Sonnenschirme auf, rückt Kopfstützen zurecht und sorgt dafür, dass ungebetene Besucher des anderen Geschlechts seinen Schützlingen nicht zu rimini8.jpgnahekommen. Die Frauen können also ungestört und unbeobachtet ihren Vorlieben frönen: ob Wassergymnastik oder Modenschau, ob kalorienarme Kost im Strandlokal oder Pediküre. Sogar Friseur- und Massagetermine werden arrangiert.

Faustos Frauenstrand - eine Idee, die begeistert. Reges Interesse finden auch die "alberghi delle donne", Hotels in Cattolica, die von Frauen speziell für Frauen geführt werden und sich um das Wohlbehagen ihrer weiblichen Gäste bemühen. Dazu gehört der Mutter-Kind-Service ebenso wie die Make-up-Beratung, die Fahrradtour zu den Salinen bei Cervia und das Shopping in Outlet-Stores ebenso wie ein Kurs in der "Academia della Piadina Romagnola" von Milano Marittima, wo es ums Backen des typischen Fladenbrotes (Piadina) geht.

 

Strandwellness als Atraktion

Das neue Zauberwort aber heißt Wellness, genauer gesagt: Strandwellness, also Entspannung und Fitness unter freiem Himmel. In Rimini, Riccione, Bellaria und Cattolica wird daraus zu magischer Stunde ein besonders magisches Erlebnis. Pünktlich um fünf Uhr morgens stechen weiße Yachten in See und laden zu drei Stunden Meeresmeditation ein. An Bord ein paar Wellnessfans, die sich zum Auftakt des Urlaubstages Yogaübungen und ein Biofrühstück abseits der Zivilisation gönnen wollen. Während das Boot auf den sanften Wellen der Adria schaukelt, sitzen die Yogajünger im Lotussitz auf den Planken, üben den Sonnengruß und schauen beim sanften Auf und Ab der Wellen zu, wie die Sonne aufgeht.

 

Kammerkonzert am Meer

Derweil werden gegen sechs Uhr am Strand von Cesenatico Sonne und Meer mit Cello, Geige und Flöte begrüßt. Frühmorgendliche Kammerkonzerte mit kleiner Besetzung, die ein Hit zu werden scheinen. Gesundheitsbewusste treffen sich zu ähnlich früher Stunde an den 22 Wellnessstränden, den "spiagge del benessere", zu Pilates, Yoga, Tai-Chi und Qigong. Und in den weißen Zelten am exklusiven Strand von Riminis "Grand Hotel" kneten erfahrene Hände erste Massagekunden.

Das "Grand Hotel" ist die Nobelherberge, der Federico Fellini mit rimini_6.jpgseinem berühmtem Film "Amarcord" ("Ich erinnere mich") von 1973 ein Denkmal gesetzt hat. Seit der Eröffnung 1908 ist das Haus Italiens erste Adresse, eine Luxusherberge, in der schon immer "tout le monde" logierte. Auch in der Zeit, als der kleine Federico als Schuljunge oft um das Haus schlich, um ein bisschen vom Dolcefarniente der High Society, vom angenehmen Nichtstun auf italienische Art, zu erhaschen. Noch heute wird Prominenz wie der Dalai Lama, Sting oder Demi Moore gern dort einquartiert, denn Besseres gibt es nicht. Inzwischen ist der Belle-Époque-Palast, der im Juli seinen 100. Geburtstag feiert, sogar zum nationalen Denkmal erklärt worden und das Zimmer 315 zur Fellini-Suite. Schließlich hat Fellini dort als renommierter Filmemacher mehrfach übernachtet, obwohl er nicht mehr viel für seine Heimatstadt übrig hatte.

 

Fellini als Denkmal in Rimini

Rimini erinnert sich inzwischen gern an seinen größten Sohn, hat ein Fellini-Museum in der Via Clementini 2 eingerichtet mit Fotos und Skizzen aus seinem Leben und seinen Filmen. Und in dem verwinkelten Viertel San Giuliano sind die Fassaden der Häuser mit Motiven aus seinen Filmen bemalt. Rimini besitzt ein Fellini-Hotel, einen Fellini-Park, ja sogar der Flughafen trägt seinen Namen und - ein Cocktail im "Grand Hotel".

Womit wir wieder beim legendären, legeren Dolcefarniente wären. Denn nicht nur in dem ehrwürdigen Nobelhotel, sondern an der gesamten Adriaküste rund um Rimini hat das süße Nichtstun dank der neuen Ideen äußerst angenehme Konkurrenz bekommen.

 

Anreise:

mit Air Berlin (www.airberlin.de) samstags von Berlin, mit TUIfly (www.tuifly.de) zweimal pro Woche von Stuttgart und München, dreimal pro Woche von Köln-Bonn und dienstags von Hannover nach Rimini.

Ryanair (www.ryanair.com) fliegt von Frankfurt-Hahn nach Forli bei Bologna, Germanwings (www.germanwings.com) von Köln-Bonn nach Bologna, ab 100 Euro.

Übernachten: "Grand Hotel" Rimini, Doppelzimmer ab 150 Euro, www.grandhotelrimini.com;

Bauernhofurlaub bei Ca Monti, Azienda Agrituristica, Doppelzimmer ab 84 Euro, www.camonti.it

Auskunft: APT Servizi Emilia-Romagna, Tel. 0039/0541/43 01 00, www.aptservizi.com, www.original-italienisch.de, www.adriacoast.com, www.enit.de



Über AdriaMediaGroup:

Seit 1999 bilden Online-Magazine das Fundament unseres Unternehmens. Dank unser regelmäßigen Markt- und Zielgruppenanalysen kennen wir unsere Leserinnen und Leser sehr gut und wissen genau, was diese von unseren Magazinen erwarten. Mit renommierten Nachrichtenagenturen wie dpa und AFP ergänzen wir die uns zur Verfügung stehenden Informationsquellen aus Politik und Wirtschaft. Stetig entwickeln wir unsere Magazine weiter und kreieren immer wieder neue Online-Magazine, die speziell auf das entsprechende Marktumfeld angepasst sind. Ob das kleine Nischenmagazin, ein Wirtschaftsjournal im Internet oder ein Tageszeitung im Internet. Mit über 45 Millionen Seitenaufrufen pro Monat (quelle: PIWIK September 2016), zeigt sich dass unsere aktuellen Magazine vom Publikum sehr gut angenommen werden. In den 17 Jahren unserer verlegerischen Tätigkeit mussten wir uns bis heute weder einem Abmahnverfahren stellen noch jemals einen Widerruf veröffentlichen. Entgegen anderer Verlage basiert unsere Berichterstattung auf seriöser Recherche und reinen Fakten. Wir sehen in grundsolider Berichterstattung auch heute noch die Zukunft unserer Arbeit.

Die AdriaMediaGroup ist seit 1999 auf dem internationalen Markt tätig. Derzeit publiziert die ADMG auf dem deutschsprachigen Markt über 80 Online-Magazinen aus unterschiedlichsten Themenbereichen. Alle Zeitschriften werden von unserem eigenem Redaktionsteam regelmässig aktualisiert.