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Kroatien: Split - Antiker Charme mit jugendlichem Herz
Die Stadt Split sollte Ihnen nicht nur als Fährhafen zum Inselurlaub auf Hvar oder Brac in Erinnerung bleiben. „Augenblick verweile doch, du bist so schön!“, werden Sie angesichts der reizvollen pulsierenden Altstadt, die zum Lustwandeln auf Diokletians Spuren einlädt, rufen.
Moderner Lifestyle in alten Mauern, die ihren spätantiken, byzantinischen, venezianischen Charme gewinnend ausspielen.
So könnte man den Spaziergang durch den 1700 Jahre alten Diokletian-Palast, sprich das antike Herz der dalmatinischen Stadt, beschreiben. In den Kellergewölben des Palastes finden Besucher kühlenden Schatten, bevor es über Treppen wieder hinauf ans Tageslicht geht. Gerade stand man noch auf der mondänen und modernen Hafenpromenade, findet man sich einige Treppen höher flugs auf dem Platz mit Blick auf Glockenturm und Mausoleum, umgeben von antikem Flair wieder.
Stadtflair und Kultur
Das ursprünglich 30.000 Quadratmeter große Palastareal wuchs im Lauf der Zeit zur Stadt heran. Split hat heute rund 200.000 Einwohner. Die bewegte Stadtgeschichte kennt verschiedenste Regenten und Verwalter: kroatische Könige im 10. Jahrhundert sowie ungarische, venezianische, französische und österreichisch-ungarische Monarchen. Zwischen den 16 Türmen und zwei Hauptstraßen gibt es neben Galerien, Museen, idyllischen venezianisch anmutenden Gässchen und Plätzen mit Konobas oder Cafés immer wieder einmal einen Blick von der Mauer hinaus aufs Meer.
Der Diokletian-Palast ist seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe. Wer genug des historischen Flairs hat, braucht nur die Stadtmauern zu verlassen und die von Palmen gesäumte Hafenpromenade mit kleinen Läden, Restaurants und Bars entlangschlendern und dort einen Aperitif einnehmen.
Unbedingt probieren sollte man die dalmatinischen Kräuterschnäpse, Travariza genannt. Dazu „nascht“ man eingesalzene marinierte Sardinen und Käse in Öl. Wohnen kann man zum Beispiel in Privatquartieren oder stilvollen Hotels innerhalb des Palastes.
Ganzjährig mildes klima
Da das Klima ganzjährig begünstigt ist, weil Split im wärmsten
Gebiet der mediterranen Nordküste liegt, ist ein Abstecher per Auto
(rund 4 Stunden bis Zagreb) oder Flieger (via Zagreb) auch außerhalb
der Hauptsaison zu empfehlen. Ein Ausflug in der Vorsaison, etwa auf
die Insel Brac in den Hafenort Supetar, gibt Zeit zum Innehalten und
Kraftsammeln bei einem
Glas dalmatischen Rotweins namens Dingac oder
Babic. Kaum ein Tourist verstellte meinen Blick und vertrieb die
Gedanken, die ich aufs offene Meer hinausschickte. Blühender Lavendel,
ein paar Fischerboote und scherzende Einheimische bildeten eine
urig-angenehme Inselkulisse.
Wer von Split aus lieber einen Ausflug zu Land plant, kann ins
nahegelegene Omis fahren, einen Ort, dessen Häuser, banal gesagt, an
den Fels gepickt wurden. Diese bizarre und besondere Architektur gibt
Omis ein einmaliges Flair. Kein Wunder, dass hier an der Mündung des
Flusses Cetina im Canyon Piraten vom 12. bis ins 14. Jahrhundert
Unterschlupf fanden. Handelsschiffe mussten sich damals freie Fahrt
erkaufen. Apropos Canyon: Auch Winnetou ritt durch dieses Flusstal –
verfolgt von den Kameras für die berühmten Filme. Als Split 1409 unter
venezianische Herrschaft kam, wehrte sich Omis 30 Jahre lang, sich der
Fremdherrschaft zu unterwerfen. Burgen wurden gebaut, von denen man
heute einen wunderbaren Blick auf Canyon und Fels hat.
Mit freundlicher Genehmigung der OÖ-Nachrichten
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