Technik: Volvo Penta´s IPS-Antrieb

ips4.jpg"Dank des IPS-Systems von Volvo Penta kann jetzt wirklich jeder Bootführer eine solche Yacht fahren", unterstreicht Rick­ard Charleson und berührt den kleinen Joystick. Damit manövriert Rickard die 25 Meter lange Luxusyacht zwischen anderen Booten am Anleger - ein Kin­derspiel. Für den Yacht-Eigner bedeutet die neue Volvo Penta-Technik völlig neue Möglichkeiten und langersehnte Freiheit. Revolution in der Bootbranche Als Volvo Penta vor fast zwei Jahren sein revolutionäres IPS-System vorstellte (Inboard Performance System) begann eine Revolution in der Bootbranche. Mit dramatisch verbesserten Eigenschaften hinsichtlich Motorleistung, Komfort, Umweltverträglichkeit und Manövriereigenschaften wurde das System in kürzester Zeit zu einem großen Erfolg.

Anfänglich gab es IPS nur für Doppelanlagen - heute jedoch auch für Dreifach­installationen. Vor kurzem entschied sich Volvo Penta, das System für noch größere Yachten einzusetzen. Im letzten Jahr kam so auch die erste Luxusyacht mit vier­fachen IPS-Einheiten auf den Markt: Die Lazzara LSX 75 stand im Mittelpunkt der Bootmesse in Fort Lauderdale. Die 25 Meter lange Yacht mit vier IPS600-An-trieben löste auch auf der Miami Boatshow einen Publikumsansturm aus. Schnelle und platzsparende Installation "Kunden, die eigentlich nicht viel über Motoryach­ten wissen, haben trotzdem von IPS gehört und be­suchten uns, um mehr dazu herauszufinden", berichtet Tom Eckel, Ingenieur bei Volvo Penta in Nordamerika. Die ips_1.jpgvier Motoren liegen in einer Reihe ganz im Heck der Motoryacht - auf diese Weise wird Platz an Bord frei, z. B. für eine zusätzliche Schlafkabine, ein Bad oder ähnliches. Installiert wurde das System an Bord gemeinsam von Kollegen von Volvo Penta in Norda­merika und aus Schweden, unterstützt durch Speziali­sten des Softwareunternehmens CPAC. "Einer der Vorteile von IPS besteht gerade darin, dass man die Installation so schnell durchführen kann: in sechs Stunden waren meine zwei Kollegen und ich fertig. Motoren und Steuerung waren einsatzklar", be­richtet Tom Eckel. In 30 sekunden verstanden Oben auf dem Steuerstand sitzt Rickard Charleson in einem Ledersessel. Trotz seines jungen Alters verfugt er über mehrjährige Erfahrung mit Luxus-Freizeityach­ten. Rickard war mehr als drei Jahre lang im Mittelm Kapitän von privaten Luxus-Yachten der 50 bis 70 Fuß-Klasse. Heute, mit nur 23 Jahren, ist Rickard Kapitän der "Lazzara LSX 75". "Obwohl für mich das IPS-System auch völlig neu war, benötigte ich nicht mehr als 30 Sekunden, um umzudenken und zu verstehen, wie das funktioniert.; Dank IPS kann praktisch jeder Bootführer eine solche Yacht hantieren", sagt er und zeigt auf den kleinen Joy­stick neben dem traditionellen Ruder. Den Joystick benutzt Rickard vor allem beim Navi­gieren im Hafen und hat dabei die Erfahrung gemacht, dass auch eine so große Yacht sich dabei genauso leicht dirigieren lässt wie ein Auto. "Man führt den Joystick in die gewünschte Richtung - den Rest erledigt das System." Als Kapitän an Bord der weltweit ersten Motoryacht mit vier IPS-ips_2_controlunit.jpgAntrieben kommt Rickard eine besonders wichtige Funktion zu. Immer wenn er von einer Pro­befahrt zurückkehrt - mit oder ohne potenzielle Kun­den - hat er eine Fülle wertvoller Erfahrungen ge­macht, die die Designer von Lazzara und die Ingenieure von Volvo Penta systematisch auswerten. "Rickard berichtet uns, wie Yacht und IPS unter be­stimmten Bedingungen funktionieren - auch wenn das IPS-System für uns nichts Neues mehr ist, so ist die An­lage an Bord einer so großen Yacht bisher einzigartig", erklärt Tom Eckel. Was macht das IPS-System zu einem so großen Er­folg? Der wichtigste Grund besteht wahrscheinlich darin, dass sich Motoryachten damit so leicht hantieren lassen. Plötzlich kann praktisch jeder Bootführer Mo­toryachten von 50 bis 100 Fuß hantieren. Große Yachten selbst hantieren "Viele Kunden, die eine solche Yacht bestellen, sind im Berufsleben sehr erfolgreich und arbeiten sehr in­tensiv. In ihrer Freizeit wollen sie dann oft für sich al­lein sein und aller Aufmerksamkeit entfliehen. Norma­lerweise braucht man einen Kapitän für Yachten dieser Größenordung - aber mit unserer Technik kips_3.jpgann jeder Bootführer eine solche Yacht selbst hantieren", sagt Tom Eckel. Bisher hat dies häufig dazu geführt, dass Kunden von 150 Fuß-Yachten auf kürzere 75 Fuß-Yachten um­gestiegen sind. "Auch solche Yachten sind ausreichend groß - der Unterschied besteht vor allem darin, selbst so ein Boot zu hantieren. Das IPS-System gibt ein solches Boot sei­nem Eigner zurück." Bedeutet dies, dass Rickard bald keine Arbeit mehr hat? "Oh nein", lacht Tom Eckel. "Unabhängig davon, ob man nun IPS hat oder nicht, werden viele Yacht-Eigner auch weiterhin ihren eigenen Kapitän an Bord wünschen".

 

Kurz zu IPS: IPS steht für "Inboard Performance System" und wurde von Volvo Penta im Oktober 2005 vorgestellt. Die Propeller sitzen hier vorn an der Antriebseinheit, in Fahrtrichtung der Yacht gerichtet und sind dem­ zufolge ziehende Propeller anstelle der bisher drückenden Propeller. Auf diese Weise können die Propeller im Wasser ungestört arbeiten, was für maxi- . male Effizienz bürgt. Durch die elektronische Steuerung steigen Fahrlei­ stungen und Sicherheit. Anfang 2006 kam das IPS Joystick-System auf den Markt, mit dem sich die Yacht nun noch einfacher manövrieren lässt. Man führt einfach den Joystick in die gewünschte Rich­ tung - und die Steuerung bringt das Boot dort hin. Mit IPS ausgestattete Yachten verbrauchen bis zu 40 Prozent weniger Kraftstoff, was nicht nur zu niedrige­ ren Betriebskosten beiträgt, sondern auch die Umwelt entlastet.

 

Quelle: Volvo Penta/Adria-News



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