Bootsmarkt - BestBoats24
Sie sind hier:
Albanien: Der älteste See der Welt
Im Grenzgebiet von Albanien und Mazedonien steht das "Museum der lebenden Fossilien". Das heißt, vielmehr liegt es dort, schließlich handelt es sich dabei um den fast 400 Quadratkilometer großen Ohridsee. Auf Mazedonisch heißt er Ohridsko jezero, von den Albanern wird er meist Liqeni i Ohrit genannt.
Außerdem fällt sein Name oft in einem Atemzug mit dem Baikal-, dem Victoria- oder dem Tikitakasee. Vor allem wegen seiner endemischen Flora und Fauna, der er auch seinen oben erwähnten Spitznamen verdankt.
Biologisches Gedächtnis
Der Ohrid-See gilt als einer der ältesten Seen der Welt. Sein genaues
Alter hat er zwar noch niemanden verraten, aber so zwischen vier und
zehn Millionen Jahren dürften es schon sein. Schließlich ist er ein
sogenannter "Ursee". Deren Halbwertszeiten werden durch die jeweilige
besondere Lage bestimmt.
Die meisten Seen der Welt werden von ihren Zuflüssen mit
Sedimentmaterial aufgefüllt und haben daher eine Lebenserwartung von
weniger als 100.000
Jahren. Bei den "Langzeitseen" hingegen wird dieser
Verlandungsprozess durch ihre große Tiefe, eine niedrige
Sedimentations- rate oder eine natürliche tektonische Erweiterung des
Seebeckens um Millionen von Jahren hinausgezögert.
Beim Ohrid-See ist das nun so: Die durchschnittliche Tiefe beträgt 146 Meter und die größte knapp 300 Meter. Außerdem hat der See ein Volumen von 53.000 Kubikmetern und es dauert 83 Jahre, bis das gesamte Wasser einmal ausgetauscht ist. Dank seiner langen Existenz wirkt er also als eine Art biologisches Gedächtnis und bietet daher einer Vielzahl nur hier vorkommender Arten einen Lebensraum: urzeitlichen Krebsen, Schnecken, Würmern oder dem Ohridschwamm, auch Spongia Rotunda genannt. Die Spongia Rotunda zeigt den Experten, dass der Ohridsee Zeit seines Bestehens tatsächlich niemals ausgetrocknet ist.
Derzeit steckt der Tourismus am Ohrid-See noch in den Kinderschuhen, ist aber aufgrund seiner vielen Sehenswürdigkeiten, dem klaren Wasser und nicht zuletzt wegen des Fischreichstums (speziell Forellen) bereits ein Geheimtipp für naturbegeisterte Urlauber.
Hoffen wir, dass sich Albanien dieses Naturschatzes bewusst ist und auf die Vermartung durch Massentourismuss verzichtet. Es wäre Schade um ein so bezauberndes und ürsprüngliches Kleinod der Ablanischen Kult- und Natur.
AN-Redaktion Punat mit Material vom ORF.
Neueste Artikel
Termine & Events
- 01.11.2011 - 04.11.2012 Boat Brno
- 03.02.2012 - 12.02.2012 Båtmässan - Göt...
- 08.02.2012 - 10.02.2012 Seatec - Sea Techn...
- 09.02.2012 - 18.02.2012 Helsinki Internati...
- 10.02.2012 - 15.02.2012 Boot Holland































