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Sehenswert: Montenegro feiert die Kamelie
Montenegro-Besucher erliegen im Frühjahr einem ganz besonderen Blumenzauber: Das kleine Land an der Adria feiert vom 28. März bis zum 15. April 2009 in Stoliv und Kotor die Blüte der Kamelie. Die häuslichen Gärten strahlen in dieser Zeit im Glanz verschiedener Kamelien-Arten. Darüber hinaus präsentieren Hobbygärtner und Blumenzüchter auf zahlreichen Ausstellungen ihre prachtvollsten Blumen und hoffen, dass ihre Pflanze zu den Schönsten zählt.
Neben Veranstaltungen und Theateraufführungen schließt der "Camellia Ball" die Festlichkeiten rund um die wohlduftende Blume ab.
Höhepunkt dieses Balls ist die Wahl der "Lady of Camellia". Mitmachen können alle Damen, die sich im vorhergehenden Jahr durch ihr soziales Engagement zur Wahl qualifiziert haben. Das kleine Städtchen Stoliv an der nordöstlichen Seite des Berges Vrmac ist für seine zahlreichen Kamelienarten berühmt. Die Feierlichkeiten rund um diese Blume führt auf die Legende eines Seemanns aus Stoliv zurück. Dieser brachte im Jahr 1870 seiner Frau die edle Blume als Zeichen seiner Liebe von einer Japan-Reise mit. Seitdem blüht überall in dem kleinen Ort die Kamelienblume. Einmal im Jahr wird sie mit einem eigenen Fest geehrt und lockt zahlreiche Besucher in die Region.
Startschuss der Feierlichkeiten ist ein großes Festmahl: Gäste genießen hierbei verschiedene Muschel-Gerichte und Wein. Folkloretänze und Chorgesänge runden die Programmvielfalt ab. Für alle, die keine großen Blumenliebhaber sind, ist die Bucht von Kotor auch ohne die "Kamelientage" eine Reise wert. In einer der schönsten Buchten Montenegros gelegen, verfügt Kotor über den einzigen Fjord des Mittelmeers, welcher seit 1979 zum UNESCO Weltkultur- und Naturerbe gehört und 28 Kilometer weit von der Adria ins Land hinein ragt. Die ebenfalls als Weltkulturerbe geschützte Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und kleinen Plätzen lädt Besucher zum Erkunden der 2.000 Jahre alten und ruhmreichen Geschichte ein. Entlang der mittelalterlichen Stadtmauer ziehen Besucher bis zur Festung Sveti Ivan. Die Mauer wurde zwischen dem neunten und 19. Jahrhundert erbaut und besticht durch eine Dicke von bis zu 16 Metern und einer Höhe von bis zu 20 Metern.
Unweit von Kotor entfernt liegt das Barockstädtchen Perast. Ausflugsboote bringen Urlauber von hier zur Klosterinsel Maria vom Felsen. Die Legende besagt, dass Fischer im 17. Jahrhundert an dieser Stelle eine Marien-Ikone fanden, zu dessen Verehrung sie auf der eigens dafür aufgeschütteten Insel eine Kirche erbauten. Die Kirche selbst ist mit über 2.000 Votivtafeln aus Silber dekoriert, die zumeist von Seefahrern gestiftet worden sind.
EP/AN
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